Steinbruch
Highlights
- Der Steinbruch Neandertal in Laubach wurde bis 2021 für Kalkabbau genutzt und ist heute teilweise als Blaue Lagune bekannt.
- Im Sedimentationsbecken südwestlich des Steinbruchs entstand ein wichtiger Lebensraum für Zugvögel und seltene Tierarten.
- Teile des ehemaligen Steinbruchgeländes sollen zukünftig für Solaranlagen und touristische Zwecke genutzt werden.
Tipps
- Besucher sollten sich über die aktuellen Zugangsbedingungen informieren, da der Steinbruch ab 2024 nicht mehr aktiv betrieben wird.
- Das Gelände eignet sich für Naturliebhaber, die Ruhe und unberührte Landschaft genießen möchten.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an Geologie und Industriekultur im Neandertal.
Eigenschaften
Über Steinbruch
Der Steinbruch in Laubach, gelegen im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz, ist ein ehemaliger Kalksteinbruch, der heute vor allem durch seine natürliche Ausstrahlung und sein ehemaliges Sedimentationsbecken Aufmerksamkeit erhält. Ursprünglich wurde hier über viele Jahre Kalkstein abgebaut, wobei der Standort auch heute noch durch seine markante Landschaft und die ehemalige Blaue Lagune bekannt ist. Die Fläche des Steinbruchs umfasst rund 92 Hektar und bot einst eine bedeutende industrielle Nutzung, die mittlerweile weitgehend eingestellt wurde.
Heute dient der Steinbruch als Natur- und Artenschutzgebiet mit einer Vielzahl an Lebensräumen. Besonders das ehemalige Sedimentationsbecken südwestlich von Laubach hat sich zu einem wichtigen Biotop entwickelt. Es wird als Klärschlammteich im Biotopkataster Nordrhein-Westfalen geführt und beherbergt vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Neben flächigen Wasser- und Röhrichtflächen wachsen Weidengebüsche und Hochstauden am Ufer. Das Gebiet ist Lebensraum für verschiedene Vogelarten wie Flussregenpfeifer, Teichrohrsänger, Rohrammer und Wasserralle. Auch Zugvögel nutzen den Steinbruch als Rastplatz, darunter Krickente, Bekassine und Kiebitz. Auch Amphibien wie Erdkröten und Teichmolche sowie die seltene Langflüglige Schwertschrecke wurden hier nachgewiesen.
Der Steinbruch ist nicht nur für Naturliebhaber interessant, sondern auch für Wanderer, die die umliegende Natur erkunden möchten. Es bestehen Planungen für einen Rundwanderweg sowie eine Wegeverbindung zum Neanderthal Museum und zum Bahnhof Neandertal, was den Standort zukünftig besser in das touristische Umfeld einbinden soll. Etwa zehn Prozent der Gesamtfläche sind für eine touristische Nutzung vorgesehen, während der Großteil des Geländes stillgelegt und renaturiert wird. Ein Teil des Areals soll zudem zum Vogelschutzgebiet mit Beobachtungstürmen umgewandelt werden.
Trotz seiner natürlichen Schönheit gibt es auch kritische Stimmen. So wird in Bewertungen bemängelt, dass die Mitarbeiter wenig freundlich seien und die Sicht beim Beladen der Materialien eingeschränkt sei. Dennoch bleibt der Steinbruch ein lohnenswertes Ausflugsziel für alle, die Felsen, Natur und Ruhe schätzen. Der ehemalige Abbau von Kalkstein hat eine markante Landschaft hinterlassen, die heute von seltenen Tierarten und Pflanzen bewohnt wird und somit einen spannenden Kontrast zwischen industrieller Vergangenheit und ökologischer Zukunft darstellt.