Hildegardplatz
Highlights
- Der Hildegardplatz liegt neben der St.-Lorenz-Kirche in Kempten und beherbergt wöchentlich zwei Wochenmärkte.
- Benannt wurde der Platz 1862 nach der Kirchenstifterin Hildegard; zuvor hieß er Stiftsplatz.
- 2013 erhielt der Platz einen neuen Brunnen mit tierförmigen Wasserstellen, der auf kritische Resonanz stieß.
Tipps
- Der Hildegardplatz ist mittwochs und samstags bei Wochenmärkten gut besucht.
- Der neu gestaltete Brunnen auf dem Platz spendet Trinkwasser aus tiergestalteten Ausgüssen.
- In direkter Nähe befinden sich das Zumsteinhaus und das Landhaus mit historischem Ambiente.
Eigenschaften
Über Hildegardplatz
Der Hildegardplatz in Kempten (Allgäu) ist eine zentrale und geschichtsträchtige Fläche in der Stadt, die unmittelbar neben der Basilika St. Lorenz liegt. Seit dem 17. Jahrhundert, also seit der Errichtung der Kirche, hat der Platz in seiner heutigen Form Bestand. Ursprünglich als Stiftsplatz bekannt, erhielt er im Jahr 1862 seinen heutigen Namen. Der Platz dient nicht nur als städtebauliches Element, sondern auch als kultureller und gesellschaftlicher Knotenpunkt, der durch verschiedene Ereignisse und Planungen in den Fokus der Öffentlichkeit geriet.
Eine markante Präsenz auf dem Platz bildet der Hildegardbrunnen. Bereits im 18. Jahrhundert gab es einen Brunnen auf dem Platz, der im Laufe der Zeit mehrfach erneuert und umgestaltet wurde. Der letzte historische Brunnen wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts abgebaut. 2013 folgte ein neuer Brunnen, entworfen von Christiane Sandler. Dieser Brunnen im Muschelkalkstil zeigt tierische Figuren, die Trinkwasser spenden, sowie weitere symbolische Elemente in der Mitte. Die Gestaltung des Brunnens löste unterschiedliche Reaktionen in der Bevölkerung aus, nicht zuletzt wegen des modernen Designs und des geringen Bezugs zur Namensgeberin des Platzes.
Der Platz beherbergt regelmäßig einen Wochenmarkt, der mittwochs und samstags in der warmen Jahreszeit stattfindet und somit zur lebendigen Nutzung des Raumes beiträgt. In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere kulturhistorisch bedeutsame Gebäude wie das Zumsteinhaus, das Landhaus, das Kornhaus sowie die Serrohäuser. Diese baulichen Ensembles prägen das Stadtbild und unterstreichen die kulturelle Bedeutung des Standortes.
In den späten 1990er Jahren wurden erste Überlegungen zu einer Umgestaltung des Platzes angestellt, die auch den Bau einer Tiefgarage vorsahen. Diese Pläne wurden zunächst verworfen, jedoch in den Jahren um 2007/2008 erneut aufgegriffen. Ein intensiver Diskurs mit Bürgerbeteiligung führte zu kontroversen Debatten, insbesondere wegen der hohen Kosten und des möglichen Verlusts an Parkplätzen. Ein Bürgerentscheid besiegelte schließlich die Entscheidung gegen den Tiefgaragenbau. Die Umgestaltung ohne Tiefgarage wurde daraufhin umgesetzt und soll die Attraktivität und Funktionalität des Platzes verbessern.