Kirche/Kloster

Nepomuk-Kapelle

street 2055, None Lauben

Highlights

  • Die St.-Johann-Nepomuk-Kapelle steht in Lauben, Gemeindeteil Eisenburg, auf 641 Metern Höhe.
  • Der Bau der heutigen Kapelle wurde 1747 genehmigt, die Weihe erfolgte 1781.
  • Die schlichte Barockkapelle verfügt über ein Langhaus, einen halbrunden Altarraum und einen Glockenturm mit Unterhospitalkreuz.

Tipps

  • Die Nepomuk-Kapelle in Lauben ist meist geschlossen, aber durch ein Fenster neben dem Eingang lässt sich der Innenraum betrachten.
  • Der Glockenturm der Kapelle hat ein auffälliges Dachgeschoss mit geschwungener Haube und Schallfenstern.
  • Ein Parkplatz befindet sich nördlich der Kapelle, der Zugang zur Verbindungsstraße ist eingeschränkt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Nepomuk-Kapelle

Die Nepomuk-Kapelle in Lauben ist ein sakraler Bau aus dem 18. Jahrhundert und steht unter dem Patrozinium des hl. Johannes Nepomuk. Sie befindet sich im Gemeindeteil Eisenburg und ist Teil der historischen Filialkirchenlandschaft der Region. Obwohl sich das Bauwerk in Privatbesitz befindet und nicht regelmäßig für Besucher geöffnet ist, kann durch ein Fenster neben dem Eingang ein Blick in das Innere geworfen werden. Die Kapelle gilt als kulturhistorisch bedeutsames Zeugnis barocker Sakralarchitektur im südbayerischen Raum.

Der Bau gliedert sich in ein Langhaus mit zwei Fensterachsen und einen halbrunden Altarraum. Die Außenfassade ist schlicht verputzt, das Dach ist sattelförmig und am Altarraum abgerundet. Im Eingangsbereich ziert ein Blendbogen die Westfassade. Der Glockenturm erhebt sich oktogonal im Obergeschoss, mit rundbogigen Schallfenstern und einer geschwungenen Haube, die mit einem Unterhospitalkreuz abschließt. An der Südseite wurde in den 1950er Jahren eine kleine Sakristei angebaut. Die gesamte Anlage steht an einem steilen Hang des Memminger Trockentales und bildet heute eine engstellige Straßenlage.

Das Innere der Kapelle wird durch ein flaches Tonnengewölbe bestimmt, das durch Pilaster gegliedert ist. An den Längsseiten befinden sich jeweils zwei große Rundbogenfenster. Über dem Eingang erstreckt sich eine stark vorgeschwungene Empore, die auf Holzstützen ruht. Der Altarraum ist durch zwei kleine, kreisrunde Fenster erhellt. Die Innenausstattung stammt größtenteils aus der Bauzeit und wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach renoviert. Der Hochaltar verfügt über gedrehte Freisäulen mit vergoldeten Kapitellen sowie kunstvolle Schnitzereien, darunter Engelsfiguren und Akanthusranken. Im Zentrum des Hochaltars befindet sich ein Marienmonogramm, flankiert von zwei Engelputti. Ein bedeutendes Bild ist die um 1817 eingefügte byzantinische Hodegetria von Konrad Huber. Weitere wertvolle Objekte sind eine Muttergottes mit Kind aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Johannes der Täufer-Figur aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Die Kapelle wurde mehrfach umfassend saniert, unter anderem in den Jahren um 1888, in den 1950er Jahren sowie Anfang der 1990er Jahre. Trotz ihres denkmalpflegerischen Werts steht das Gebäude nicht öffentlich zur Verfügung. Dennoch bleibt es ein markantes Element des Ortsbilds und zieht vereinzelt Besucher an, die sich für sakrale Architektur und regionale Kunstgeschichte interessieren. Die unmittelbare Umgebung wird durch Wohnbebauung, einen Kindergarten sowie ein Kriegerdenkmal geprägt, das sich direkt am Straßenhang befindet.

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