Museum

Kunstgussmuseum Lauchhammer

Freifrau-von-Löwendal-Straße 3, 01979 Lauchhammer-Ost

Highlights

  • Seit 1725 entstehen hier Skulpturen, Brunnen und Glocken; 800 geschützte Objekte dokumentieren die weltweite Tradition der Lauchhammerer Kunstgusskunst.
  • Besucher können selbst mit Abformmasse arbeiten und ihre Entwürfe in die Ausstellung einbringen – interaktiv und kreativ.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Parkplatz ermöglicht eine unkomplizierte Anreise für alle Besucher.
  • Das denkmalgeschützte Schulgebäude aus dem Jahr 1890 bietet einen historischen Rahmen für die Ausstellung.
  • Die Sammlung umfasst einzigartige Modelle für kunstgewerbliche Objekte sowie architektonische und monumentale Plastiken.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstgussmuseum Lauchhammer-Ost: Kultur-Ausflug

Eingebettet in das denkmalgeschützte Schulgebäude aus dem Jahr 1890, bietet das Museum einen einzigartigen Einblick in die handwerkliche und künstlerische Meisterschaft der Region. Hier wird die Verbindung von Handwerkskunst und Architektur greifbar – von antiken Kopien bis zu zeitgenössischen Werken.

Das Herzstück der Sammlung bildet der historische Modellfundus der Gießerei, der Modelle für Skulpturen, Porträtbüsten, Statuetten, Denkmäler, Medaillen und Plaketten umfasst. Besonders herausragend sind die über 800 geschützten Objekte aus dem 19. Jahrhundert, die als geschlossenes Konvolut unter Denkmalschutz stehen. Eine solche Modellsammlung dieser Art und Größe ist in Deutschland einzigartig und dokumentiert die internationale Strahlkraft der Lauchhammerer Kunstgießerei. Namhafte Bildhauer haben hier ihre Werke in Auftrag gegeben, was die Bedeutung des Standorts unterstreicht.

Ein besonderes Erlebnis bietet die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden: Während der Ausstellung dürfen Besucher mit Abformmasse arbeiten und ihre eigenen Entwürfe in die Präsentation einbringen. So wird das Museum nicht nur zu einem Ort der Bewunderung, sondern auch zu einem interaktiven Raum für künstlerische Entdeckungen. Die Sammlung umfasst zudem antike Kopien wie die berühmte „Athena Velletri“ sowie eine vielfältige Auswahl an Kleinplastiken, darunter die Statuette des „Matrosen auf Poller sitzend“ von Karl Peter von Wodtke aus dem Jahr 1898.

Direkt angrenzend an das Museum befindet sich die Kunstgießerei selbst, die seit 1725 kunst- und architekturbezogene Kunstgüsse wie Plastiken, Brunnen und Geländer herstellt. Die Tradition des Glockengusses, die seit 1834 ununterbrochen fortgeführt wird, ist dabei ein besonderer Höhepunkt. Führungen und Schaugüsse geben Einblicke in die handwerklichen Prozesse, die bis heute mit moderner Präzision und historischer Tradition verbunden sind. Das Museum und die Gießerei zeigen damit, wie Lauchhammerer Kunstguss nicht nur regional, sondern weltweit präsent ist – von Deutschland bis in die Ferne.

Barrierefreiheit wird im Kunstgussmuseum großgeschrieben: Ein rollstuhlgerechter Parkplatz und ein rollstuhlgerechtes WC sorgen für einen ungehinderten Besuch. Das Museum lädt somit alle Interessierten ein, die spannende Welt der Kunstgießerei zu erkunden – von der Geschichte über die Handwerkskunst bis hin zu modernen kreativen Impulsen.

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