Marienkirche
Highlights
- Die Marienkirche in Lauda-Königshofen wurde 1613 im Juliusstil erbaut und zeigt das Wappen von Bischof Julius Echter.
- Ihre Innenausstattung im Rokokostil stammt von Thomas Schaidthauf und wurde unter Pfarrer Nikolaus Geißel geschaffen.
- Der barocke Hauptaltar und die Deckenfresken von Waldemar Kolmsperger zählen zu den kunstvollen Highlights der Kirche.
Tipps
- Die Marienkirche liegt auf dem historischen Stadtfriedhof und lohnt auch bei geschlossenem Inneren ein Besuch wegen des interessanten Außenbereichs.
- Der Eingangsbereich zeigt bemerkenswerte Skulpturen und Wappenzeichen einstiger Förderer und Bischöfe.
- Innenräume begeistern durch barocke und rokokozeitliche Stuckaturen sowie kunstvolle Altäre mit religiösen Darstellungen.
Eigenschaften
Über Marienkirche
Die Marienkirche in Lauda-Königshofen steht im historischen Zentrum der Stadt und zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten der Region. Errichtet im Auftrag des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn, gehört sie stilistisch dem sogenannten „Juliusstil“ an, der für seine klaren Formen und spitzbogigen Gestaltungselemente charakteristisch ist. Die Kirche befindet sich innerhalb des 1542 angelegten alten Stadtfriedhofs und verfügt über einen markanten Turm sowie ein prächtiges Nordportal, das vom Forchtenberger Bildhauer Michael Kern aus Muschelkalk geschaffen wurde. Am Portal sind Wappen der Bischöfe Julius Echter und Gottfried von Aschhausen zu sehen, letzterer selbst in der Region geboren und ein Förderer des Baus.
Der Innenraum der Kirche überzeugt durch seine kunstvolle Ausstattung, insbesondere im Stil des Rokoko. Die Stuckarbeiten im Chorgewölbe und an den Kapitellen stammen von Thomas Schaidthauf und wurden unter der Ägide des Pfarrers Nikolaus Geißel im 18. Jahrhundert angefertigt. Der farbige Schlussstein im Chorgewölbe verweist auf Bischof Adam Friedrich von Seinsheim, dessen Wappen mit den traditionellen Symbolen der Bistümer Bamberg und Würzburg den barocken Einfluss dokumentiert. Der Hauptaltar, vermutlich von Johann Doser geschaffen, zeigt Szenen aus dem Rosenkranz und wird flankiert von den Heiligen Barbara und Katharina, die zu den 14 Nothelfern gehören. Die Gestaltung der Seitenaltäre folgt in ihrer künstlerischen Qualität dem hohen Niveau des Hochaltars, wobei der rechte Altar dem heiligen Josef und der linke einem Kruzifix gewidmet ist.
Weitere bemerkenswerte Elemente sind die Renaissancekanzel aus Sandstein, die barocke Orgel mit Prospekt aus der entsprechenden Epoche sowie das monumentale Deckenfresko von Waldemar Kolmsperger, das die Himmelfahrt Mariens darstellt. Die Empore wurde unter Pfarrer Adam Halbig im späten 19. Jahrhundert erneuert. Die Kirche gilt als kulturelles und religiöses Zentrum der Gemeinde und zieht Besucher durch ihre kunsthistorische Bedeutung und ruhige Atmosphäre an. Gäste loben die architektonischen Details und die stimmungsvolle Lage im alten Friedhof, auch wenn der Zugang zur Kirche selbst zeitweise eingeschränkt sein kann.