St. Thomas Morus
Highlights
- St. Thomas Morus in Laufach ist seit 1810 Teil der Doppelpfarrei mit St. Vitus Hain und wurde 1962 durch einen Neubau erweitert.
- Die Kirche verfügt über barocke Ausstattung wie Altarkreuz und Glasfenster nach Entwürfen von Curd Lessig sowie rollstuhlgerechte Zugänge.
- 1570 fanden hier während der Pestzeit Leichenbestattungen; 1811 plante Pater Joseph Rudolph einen Kirchenumbau.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Eintritt in die Kirche St. Thomas Morus.
- Ein barrierefreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe erleichtert die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Die historische Architektur und die künstlerische Ausstattung wie das Altarkreuz von Hanns Beil bieten Einblicke in die regionale Kunstgeschichte.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in St. Thomas Morus Laufach
Die katholische Pfarrkirche St. Thomas Morus in Laufach ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk im Herzen des Laufachtals und ein zentraler Ort für die Gläubigen der Doppelpfarrei Laufach-Hain. Die Kirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft Laufachtal, die seit 2008 Laufach, Hain und weitere Siedlungen im Raum umfassen. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, als Laufach und Hain zunächst Filialen der Urpfarrei Sailauf waren, die im 13. Jahrhundert aufgrund der wachsenden Bevölkerung gegründet wurde.
Die Kirche durchlief im Laufe der Jahrhunderte mehrere Erweiterungen und Umgestaltungen, die ihr heutiges Erscheinungsbild prägten. Mehrfache Anbauten und Aufstockungen zeugen von der anhaltenden Bedeutung des Ortes für die Gemeinde. Besonders die Pestzeit um 1570 hinterließ Spuren in Form von Leichenbestattungen, die die tiefe Verbindung der Bevölkerung zu diesem Sakralraum unterstreichen. Im 19. Jahrhundert plante der Prämonstratenserpater Joseph Rudolph, erster Pfarrverwalter von Laufach, einen Kirchenneubau, doch die Umsetzung verzögerte sich zunächst.
Erst 1962 entschied sich die Gemeinde aufgrund zunehmender Raumnot für einen Neubau. Die heutige Kirche, die dem heiligen Thomas Morus geweiht ist, wurde als moderne Johanneskirche mit 330 Sitzplätzen errichtet. Die Ausstattung der Kirche ist von künstlerischem Wert: Das Altarkreuz und das Tabernakel stammen von Hanns Beil aus Reistenhausen, während die farbenprächtigen Glasfenster nach Entwürfen des akademischen Malers Curd Lessig von der Werkstatt Gebr. geschaffen wurden. Diese Elemente verbinden traditionelle Frömmigkeit mit zeitgenössischem Gestaltungswillen.
Die Kirche ist nicht nur ein Ort der Verehrung, sondern auch ein Teil des spirituellen Erbes der Region. Sie liegt im Umfeld des Spirituellen Wanderwegs am Bischling, der von den Pfarreiengemeinschaften Laufachtal und St. Vitus im Vorspessart konzipiert wurde. Dieser Weg lädt zu meditativer Besinnung ein und verbindet die sakrale Architektur mit der Natur des Laufachtals. Die barrierefreie Gestaltung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz – macht die Kirche für alle Besucher zugänglich und unterstreicht den modernen Anspruch der Gemeinde.
Mit ihrer bewegten Geschichte, der künstlerischen Ausstattung und ihrer integrativen Ausrichtung ist die Pfarrkirche St. Thomas Morus ein wichtiger kultureller und spiritueller Ankerpunkt in Laufach. Sie spiegelt die lebendige Tradition der Pfarrei wider und bietet Raum für Gebet, Gemeinschaft und künstlerische Wertschätzung – ein Ort, der sowohl Gläubige als auch Besucher anspricht.