Schloss Hohenfels
Highlights
- Schloss Hohenfels wurde 1840 im Stil des Klassizismus auf der Ernsthöhe in Coburg erbaut.
- 50 Jahre lang wohnte hier die Opernsängerin Natalie Eschborn, geadelt als Baronin von Grünhof.
- Das Anwesen ging 1932 in städtischen Besitz über und diente später als Reichsschule der NS-Frauenschaft.
Tipps
- Schloss Hohenfels liegt oberhalb der Callenberger Straße und ist über einen Fußweg erreichbar.
- Das Schloss war lange Zeit Wohnsitz der Opernsängerin Natalie Eschborn, später Baronin von Grünhof.
- Der klassizistische Bau wurde 1840 nach Plänen von Balthasar Harres errichtet.
Eigenschaften
Ausflug zur Burg Hohenfels in Coburg
Das Schloss Hohenfels thront seit dem frühen 19. Jahrhundert auf der Ernsthöhe in Coburg und zählt heute zu den bedeutenden Kultur- und Bildungsstätten der Stadt. Errichtet wurde es ab 1837 auf Veranlassung von Herzog Ernst Alexander von Württemberg, einem Neffen des Coburger Herzogs Ernst I. Der damalige Architekt Balthasar Harres, ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel, plante das Gebäude zeitgleich mit dem herzoglich-sächsischen Hoftheater. Nach dessen Weggang wurde der Bau 1840 vom Architekten Vincenz Fischer-Birnbaum im klassizistischen Stil vollendet. Ursprünglich als Wohnsitz des Herzogs gedacht, wurde das Schloss bald zum Zentrum kultureller und gesellschaftlicher Aktivitäten.
Einen besonderen Platz in der Geschichte des Schlosses nimmt die berühmte Opernsängerin Natalie Eschborn ein, geborene Frassini. Sie lebte nach ihrer Heirat mit Herzog Ernst Alexander von 1860 bis zu seinem Tod 1868 im Schloss und verbrachte danach weitere zwei Jahrzehnte als Witwe auf der Ernsthöhe. Ihre Tochter Alexandra verkaufte das Anwesen 1893 an den Unternehmer Julius Heinzel, der es später in Schloss Hohenfels umbenennen ließ. Heinzel ließ in unmittelbarer Nähe ein Gestüt errichten, das zeitweise überaus erfolgreich war. Nach weiteren Besitzerwechseln gelangte das Schloss 1932 in städtischen Besitz und wurde in den folgenden Jahren unter anderem als Bildungseinrichtung der NS-Frauenschaft genutzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Anwesen bis 1954 leer, ehe es als neuer Standort der Medau-Schule aus Flensburg-Mürwik ausgewählt wurde. Diese private Schule, ursprünglich 1929 in Berlin gegründet, war nach Kriegsende zunächst geschlossen worden. In Coburg fand sie neue Heimat und entwickelte sich zu einer renommierten Einrichtung mit Schwerpunkt auf Gymnastik und Physiotherapie. Seit 1979 ist sie die einzige Schule in Deutschland, die eine integrierte Ausbildung in diesen Bereichen anbietet. 1999 wurde eine Berufsfachschule für Logopädie angegliedert, was das pädagogische Angebot weiter erweiterte.
Heute beherbergt Schloss Hohenfels eine Vielzahl von Kursen und Ausbildungen im Gesundheits- und Bildungsbereich. Die historische Bausubstanz des Schlosses spiegelt die verschiedenen Epochen seiner Nutzung wider – vom aristokratischen Wohnsitz über die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur modernen Bildungsstätte. Die gepflegten Parkanlagen laden zu Spaziergängen ein und ergänzen das kulturelle Erlebnis rund um das Schloss. Mit einer hervorragenden Bewertung von 4,9 von 5 Sternen bei Google gehört Schloss Hohenfels zu den besonders empfehlenswerten Ausflugszielen in Coburg.
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Häufige Fragen zu Schloss Hohenfels
Wann wurde Schloss Hohenfels erbaut?
Quelle: wikipedia
Wer war der Architekt von Schloss Hohenfels?
Quelle: wikipedia
Welche Bedeutung hatte Natalie Eschborn für Schloss Hohenfels?
Quelle: wikipedia
Wie kam Schloss Hohenfels zu seinem Namen?
Quelle: wikipedia