Lebrader Teich
Highlights
- Der Lebrader Teich ist ein Naturschutzgebiet in der Holsteinischen Schweiz mit einer Fläche von 144 Hektar.
- Das Gebiet wurde im 17. Jahrhundert als Fischteich angelegt und ist heute Teil des EU-Vogelschutzgebiets und Natura-2000-Netzwerks.
- Es beherbergt seltene Wasservögel wie Höckerschwäne und Lappentaucher sowie charakteristische Feuchtgebietsvegetation.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Lebrader Teich ist ideal für ruhige Spaziergänge und Beobachtungen von Wasservögeln und seltenen Amphibien.
- Im Winter sind die Teiche abgelassen, was besondere Einblicke in die Feuchtgebiete und Moorvegetation ermöglicht.
- Durch das Gebiet führt die Kreisstraße L 53, entlang derer man ohne Halteverbot langsam fahren und die Natur genießen kann.
Eigenschaften
Ausflug zum Lebrader Teich in Lebrade – Naturerlebnis am See
Der Lebrader Teich liegt idyllisch im Ort Lebrade im Kreis Plön, Schleswig-Holstein, und zählt zu den besonderen Naturperlen der Region. Eingebettet in das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Lebrader Teich“, das wiederum Teil des Naturparks Holsteinische Schweiz ist, bietet dieser See ein beeindruckendes Feuchtgebiet mit einer Fläche von rund 144 Hektar. Das Gewässer erstreckt sich über eine Länge von etwa 1,7 Kilometern und eine Breite von einem Kilometer und ist sowohl als FFH-Gebiet als auch als Bestandteil eines EU-Vogelschutzgebiets ausgewiesen. Damit gehört es zum bedeutsamen Natura-2000-Netzwerk, das Lebensräume und Tierarten von europäischem Wert schützt.
Historisch entstanden die Teiche im 17. Jahrhundert als künstliche Fischteiche, die vom Gut Rixdorf zur Karpfenhaltung angelegt wurden. Heute erfolgt hier keine aktive Fischzucht mehr. Stattdessen werden die flachen und ablassbaren Teichanlagen extensiv bewirtschaftet. Im Winter werden sie gezielt abgelassen, um den ökologischen Kreislauf zu erhalten. Die Pflege und Nutzung des Gebiets erfolgt durch die gemeinnützige Marius-Böger-Stiftung für Naturschutz und Landeskunde, die das Areal gepachtet hat.
Die Flora des Lebrader Teichs ist geprägt von natürlichen, eutrophen Seen sowie angrenzenden Verlandungsgebieten. Hier finden sich typische Pflanzengesellschaften wie Röhrichte, Weidengebüsche, Feuchtgrünland, Bruchwälder sowie Niedermoor- und Zwischenmoorvegetation. Diese Vielfalt schafft ideale Lebensbedingungen für eine artenreiche Fauna. Zu den Brutvögeln zählen seltene Arten wie Schnatterenten, Höckerschwäne und Lappentaucher. Auch Amphibien wie der Moorfrosch und die Rotbauchunke haben hier ein wichtiges Refugium gefunden. Das Gebiet erfüllt daher eine herausragende Funktion für den Schutz ziehender Wasservögel.
Das Naturschutzgebiet ist über die Kreisstraße L 53 erschlossen, die von Lebrade nach Sellin führt. Ein kurzer Halt entlang der Straße lohnt sich, um einen Blick über das weitläufige Feuchtgebiet zu werfen. Für eine intensivere Beobachtung der Tierwelt steht im nördlichen Teil von Lebrade ein Beobachtungsstand mit einer kleinen Informationstafel zur Verfügung. Diese Tafel gibt Auskunft über das Schutzgebiet und die hier vorkommenden seltenen Vogelarten. Ansonsten ist das Areal nicht mit befestigten Wegen erschlossen, was den ursprünglichen Charakter des Ortes bewahrt.
Der Lebrader Teich ist ein Ort der Ruhe und Entschleunigung – ein perfektes Ausflugsziel für Naturliebhaber, Vogelbeobachter und alle, die die unberührte Schönheit der Holsteinischen Schweiz genießen möchten. Mit seiner landschaftlichen Vielfalt und seiner hohen ökologischen Bedeutung ist er ein wertvoller Bestandteil des schleswig-holsteinischen Naturerbes.