Naturschutzgebiet

Barenborg

48739 Legden

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Ausflug Natur Schutz NSG Barenborg Legden

Das Naturschutzgebiet Barenborg liegt im nordrhein-westfälischen Rosendahl, im Kreis Borken, und zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsarealen der Region. Es umfasst eine Fläche von rund 2,6 Hektar und ist vor allem für seine vielfältigen Feuchtbiotope sowie die kulturhistorisch bedeutsame Fliehburg Barenborg von großer Bedeutung. Die Flächen des NSG sind geprägt von extensiv genutztem Grünland, Feuchtgrünfluren, Teichen sowie strukturreichen Gehölzbeständen, die zusammen ein selten gewordenes Biotopgeflecht in der agrarisch geprägten Umgebung darstellen.

Im Zentrum des Naturschutzgebietes steht der erhabene Erdhügel der ehemaligen Fliehburg Barenborg, der von einem doppelten, teils wassergefüllten Gräften- und Grabensystem umgeben ist. Diese Ringwallanlage ist nicht nur archäologisch und kulturhistorisch von hohem Wert, sondern beherbergt auch eine artenreiche Verlandungsvegetation. Im inneren Ring haben sich niedrigwüchsige Uferfluren, Röhrichtsäume sowie Bestände aus Grauweiden und Erlen entwickelt. Der äußere Graben ist hingegen von Feuchtstaudenfluren und Rohrglanzgras geprägt. Diese Strukturen bieten verschiedene Lebensräume, die für feuchtgebundene Pflanzen- und Tierarten essentiell sind.

Das Umfeld des NSG Barenborg wird durch mäßig feuchte, mager-grünlandene Flächen geprägt, die regelmäßig, aber extensiv bewirtschaftet werden. Diese Bewirtschaftungsform trägt entscheidend zum Erhalt der offenen Landschaftsstrukturen bei und verhindert das Verbuschen wertvoller Biotope. Die Zuwegung zum Gelände erfolgt entlang altem Baumbestand, darunter Silberweiden und Faulbäume, die als schützenswerte linienförmige Gehölzstrukturen im Landschaftsbild fungieren. Insgesamt stellt der Feuchtgebietskomplex der Barenborg inmitten einer ackerbaulich dominierten Region ein wichtiges Trittsteinbiotop dar, das zur Vernetzung und Erhaltung regionaler Artenvielfalt beiträgt.

Das Schutzziel des Naturschutzgebietes besteht im Erhalt und der Optimierung der bestehenden Feuchtbiotope sowie der daran gebundenen Tier- und Pflanzenwelt. Dabei spielen sowohl die Erhaltung der kulturhistorischen Strukturen als auch die Förderung naturnaher Entwicklungsprozesse eine zentrale Rolle. Die extensive Grünlandnutzung im Umfeld trägt dazu bei, das offene Charaktergefüge des NSG langfristig zu sichern und den ökologischen Zustand der Lebensräume zu stabilisieren.

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