Kirche/Kloster

Alte Synagoge Heppenheim

Kleine Bach 3, 64646 Heppenheim (Bergstraße)

Highlights

  • Die Alte Synagoge Heppenheim (1807) ist ein Einzelkulturdenkmal mit Betsaal, Schule und Lehrerwohnung aus über 600 Jahren jüdischer Geschichte.
  • Die Ausstellung zeigt Biografien der Familien Goldschmidt & Meyerhof mit historischen Fotos und Dokumenten aus Heppenheims jüdischem Erbe.
  • Nach Sanierung wird das Gebäude lebendiger Erinnerungsort für Begegnung, Bildung und Aufarbeitung der lokalen Geschichte.

Tipps

  • Die Ausstellung widmet sich den Biografien der jüdischen Familien Goldschmidt und Meyerhof und zeigt private Dokumente sowie historische Fotos aus dem frühen 20. Jahrhundert.
  • Der Betsaal der Synagoge wurde im 19. Jahrhundert als zentraler Gebetsraum und gleichzeitig als Schulraum für jüdische Kinder genutzt und ist heute Teil der historischen Substanz.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Alte Synagoge Heppenheim – Kultur & Sakrales in Heppenheim

Die Alte Synagoge Heppenheim in der Bergstraße ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und ein lebendiges Zeugnis der über 600-jährigen jüdischen Geschichte der Stadt. Ursprünglich 1807 als Synagoge mit Betsaal, Schule und Lehrerwohnung errichtet, verkörpert das Gebäude nicht nur religiöse Tradition, sondern auch die vielfältige Nutzung als Ort des Lernens und der Gemeinschaft. Nach einer umfassenden Sanierung soll es künftig nicht nur als geschütztes Denkmal erhalten bleiben, sondern als dynamischer Raum für Begegnung, Erinnerungskultur und Bildung dienen.

Ein zentrales Anliegen des Fördervereins ist die Wiederherstellung des Betsaals und die Aufwertung des Gebäudes zu einem Ort der Aufklärung und des interkulturellen Dialogs. Die neue Ausstellung „Die jüdischen Bewohner Kleine Bach 1 und 3“ macht die Lebensgeschichten der Familien Goldschmidt und Meyerhof sichtbar – zwei Familien, die bis in die 1930er Jahre in Heppenheim lebten. Durch historische Fotos, Dokumente und persönliche Erzählungen aus privaten Archiven und Interviews werden ihre Biografien rekonstruiert und damit ein Stück lokaler jüdischer Geschichte lebendig.

Die Alte Synagoge ist mehr als nur ein historischer Bau: Ihre Wandlungen von Betsaal über Geschäfts- und Wohnhaus bis hin zur ersten Heppenheimer Sternwarte spiegeln die vielschichtige Nutzung des Ortes wider. Heute steht sie für die Aufarbeitung der Vergangenheit und die Bewahrung des kulturellen Erbes. Die Ausstellung umfasst 13 Tafeln, die die Entwicklung des Gebäudes und die Geschichten der jüdischen Gemeinschaften in Heppenheim einordnen – ein wichtiger Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur.

Mit ihrem Google-Rating von 5,0 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt die Alte Synagoge als hochgeschätzter Ort der Kultur und des Lernens. Der Förderverein betont, dass die Wiederbelebung des Einzelkulturdenkmals nicht nur dem historischen Erbe gerecht wird, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Die Synagoge soll so zum Ort werden, an dem Geschichte verständlich wird und Begegnungen zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen gefördert werden.

Besucher:innen erhalten Einblicke in ein Stück Heppenheimer Geschichte, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung trägt. Die Alte Synagoge zeigt, wie Denkmalschutz und lebendige Kultur Hand in Hand gehen – und wie ein Ort der Vergangenheit zum Ort der Zukunft werden kann. Die Ausstellung und die geplante Nutzung unterstreichen dabei den Anspruch, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern aktiv zu interpretieren und weiterzudenken.

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