Denkmal Wohlenberg-Sage
Tipps
- Das Denkmal ist über einen kleinen gepflasterten Weg vom Gehweg aus zu erreichen.
- Der Standort bietet Einblicke in die Sage vom Wohlenberg und der goldenen Wiege.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte der regionalen Volkskunde.
Eigenschaften
Über Denkmal Wohlenberg-Sage
Das Denkmal Wohlenberg-Sage steht im Ortsteil Grafhorst und erinnert an eine alte deutsche Volks Sage aus der Region. Die Darstellung bezieht sich auf die Erzählung von den Zwergen, die im Wohlenberg bei Leiferde nach Gold und Silber gruben. Laut der Sage lebten die Zwerge in enger Gemeinschaft und versorgten sich mit Wasser aus einer Quelle, dem sogenannten Twargborn, dessen Name sowie der des dazugehörigen Pfades, des Twargstiegs, bis heute am Berg erhalten geblieben sind.
Eines Tages kam ein Mädchen zu den Zwergen und half ihnen im Alltag. Es wurde von ihnen liebevoll aufgenommen und sorgte dafür, dass ihre Wohnung sauber und ihr Leben geordnet war. Als das Mädchen jedoch starb, trauerten die Zwerge drei Tage lang. Aus Gold und Silber fertigten sie eine Wiege an, in der sie das Mädchen bestatteten. Diese Wiege wurde an einer geheimen Stelle im Wohlenberg begraben und durch eine blaue Osterblume markiert. Die Sage besagt, dass nur jemand, der an einem Sonntag geboren wurde und die Blume an einem Karfreitag fand, die Wiege bergen könnte – unter der Bedingung, dass dabei kein Wort gesprochen würde.
Ein junger Mann aus Leiferde, der als Sonntagskind galt, versuchte eines Karfreitags, die goldene Wiege zu finden. Mit zwei Freunden grub er an der markierten Stelle, bis sie tatsächlich auf etwas Hartes stießen. Kurz vor dem Fund rutschte einem der Helfer das Seil aus der Hand. Im Schreck rief der Sonntagsgeborene „Hol wisse!“, wodurch der Zauber gebrochen und die Wiege für immer im Berg verschwunden war. Das Denkmal erinnert an diese Sage und zeigt künstlerisch nachempfunden die goldene Wiege sowie Elemente des Berges und der Volksüberlieferung.
Das Denkmal ist über einen kleinen gepflasterten Weg vom Gehweg aus erreichbar und lädt zur Betrachtung und Auseinandersetzung mit der regionalen Kulturgeschichte ein. Es gilt als kulturelles Zeugnis der mündlichen Überlieferung und wird von Besucherinnen und Besuchern als gelungenes Mahnmal der Sage wahrgenommen. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 5,00 von 5 Sternen bei vier abgegebenen Bewertungen wird die Stätte als besonders sehenswert eingestuft.