Kirche/Kloster

Russische Gedächtniskirche

Philipp-Rosenthal-Straße 51A, 04103 Leipzig

Highlights

  • Architektonisches Vorbild war die Auferstehungskirche in Moskau-Kolomenskoje, umgesetzt im Nowgoroder Stil mit Zeltdach.
  • Die Ikonostase mit 78 Ikonen des russischen Malers Luka Martjanowitsch Jemeljanow wurde 2018 nach Restaurierung geweiht.

Tipps

  • Eintritt frei, Spenden werden aber gerne angenommen.
  • Öffnungszeiten variieren, vor Besuch informieren.
  • Keine Bänke vorhanden, stehender Besuch ist normal.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Russische Gedächtniskirche Leipzig: Kultur und Geschichte erleben

Die Russische Gedächtniskirche in Leipzig ist ein bedeutendes sakralschaffendes Bauwerk und Denkmal für die russischen Soldaten, die 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig ihr Leben ließen. Offiziell heißt das Gotteshaus St.-Alexi-Gedächtniskirche zur Russischen Ehre und erinnert in eindrucksvoller Architektur an die Opfer des Befreiungskampfes gegen Napoleon. Die Kirche befindet sich im Stadtteil Connewitz, nahe der Deutschen Bücherei, und zählt zu den wenigen orthodoxen Kirchen in Deutschland. Errichtet wurde das Gotteshaus zwischen 1912 und 1913 nach Plänen des Architekten Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski. Inspiriert vom Vorbild der Auferstehungskirche in Kolomenskoje bei Moskau, folgt die Leipziger Kirche dem Stil der russischen Zeltdachkirchen. Das Bauwerk besteht aus verputztem Ziegel und verfügt über einen 55 Meter hohen Turm mit vergoldeter Zwiebelkuppel, der weithin sichtbar ist. Die Umsetzung des Entwurfs übernahmen die Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer. Die feierliche Konsekration fand am 17. Oktober 1913 statt – rund hundert Jahre nach der Völkerschlacht. Die Innenausstattung ist von großer künstlerischer und historischer Bedeutung. Im Zentrum steht die 18 Meter hohe Ikonostase mit 78 Ikonen des russischen Malers Luka Martjanowitsch Jemeljanow, gestiftet von den Donkosaken. Die Ikonenwand wurde nach einer aufwändigen Restaurierung erneut geweiht. Die Kirche gliedert sich in eine Winter- und eine Oberkirche und beherbergt zudem eine kleine Gemeindebibliothek sowie ein Kirchenmuseum. Zwei Kriegsgedächtnistafeln an den Eingängen in deutscher und russischer Sprache erinnern eindrucksvoll an die gefallenen Soldaten. Seit 2003 steht zudem der Baschkiren-Gedenkstein in unmittelbarer Nähe und würdigt die Teilnahme baschkirischer Kämpfer in der Schlacht. Die Kirche hat nicht nur eine sakrale, sondern auch eine Versöhnungsgeschichte. Sie steht für das Andenken an die gemeinsame militärische Vergangenheit und symbolisiert den Respekt vor den Toten beider Seiten. Doch auch Schmerz prägte ihre Geschichte: In der Nacht zum 24. Dezember 1990 wurde die Kirche durch einen Einbruch erschüttert, bei dem unter anderem eine wertvolle Ikone aus dem 17. Jahrhundert gestohlen wurde. Die Russische Gedächtniskirche ist ein kultureller und historischer Anziehungspunkt in Leipzig. Sie lädt dazu ein, die Besinnlichkeit eines orthodoxen Gotteshauses zu erfahren und gleichzeitig die Bedeutung des Friedens und der Versöhnung zu würdigen. Mit ihrer markanten Architektur und tiefen Symbolik ist sie ein Ort der Ruhe und des Gedenkens mitten in der lebendigen Stadt.

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Häufige Fragen zu Russische Gedächtniskirche

Wann wurde die Russische Gedächtniskirche in Leipzig eingeweiht?
Die Kirche wurde am 17. Oktober 1913 konsekriert und am 18. Oktober 1913 feierlich eingeweiht. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Für wen steht die Russische Gedächtniskirche in Leipzig?
Die Kirche gedenkt der etwa 22.000 russischen Soldaten, die während der Völkerschlacht 1813 um Leipzig fielen. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wer war der Architekt der Russischen Gedächtniskirche?
Der Architekt war Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski, die Bauausführung übernahmen Georg Weidenbach und Richard Tschammer. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Besonderheiten hat die Ikonostase der Kirche?
Die Ikonostase ist 18 Meter hoch, siebenreihig und enthält 78 Ikonen des russischen Malers Luka Martjanowitsch Jemeljanow. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia