Kirche/Kloster

Russische Gedächtniskirche

Philipp-Rosenthal-Straße 51A, 04103 Leipzig

Highlights

  • Die Russische Gedächtniskirche in Leipzig erinnert an die gefallenen russischen Soldaten der Völkerschlacht 1813.
  • Errichtet 1912/13, ist sie eine Nachbildung der Auferstehungskirche in Moskau-Kolomenskoje im Nowgoroder Stil.
  • Die Ikone Mutter Gottes aus Iwersk wurde 1990 bei einem Einbruch gestohlen.

Tipps

  • Der Eingang befindet sich im 1. Stock, daher sollten Besucher genügend Zeit für den Aufstieg einplanen.
  • Die Kirche ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet, Mittagspause ist zu beachten.
  • Kostenlose Spenden werden erbeten, Eintritt ist jedoch nicht verpflichtend.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Russische Gedächtniskirche

Die Russische Gedächtniskirche in Leipzig ist eine orthodoxe Kirche, die im Jahr 1912/13 errichtet wurde und sich in der Nähe der Deutschen Bücherei befindet. Ursprünglich als Gedenkstätte für die rund 22.000 russischen Soldaten geweiht, die während der Völkerschlacht 1813 ihr Leben ließen, steht das Bauwerk unter dem vollständigen Namen „St.-Alexi-Gedächtniskirche zur Russischen Ehre“. Die Kirche erinnert sowohl architektonisch als auch inhaltlich an die historische Verbundenheit zwischen Russland und Deutschland im Kontext der Befreiungskriege.

Die Architektur orientiert sich an der Auferstehungskirche in Moskau-Kolomenskoje und verkörpert den Stil der russischen Zeltdachkirchen. Das Gebäude wurde nach Entwürfen von Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski unter Leitung der Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer realisiert. Besondere Merkmale sind das 16-seitige Zeltdach sowie der 55 Meter hohe Turm mit einer vergoldeten Zwiebelkuppel, die weithin sichtbar ist. Die Ikonostase in der Kirche zählt zu den bemerkenswerten künstlerischen Elementen und zeigt 78 Ikonen des russischen Malers Luka Martjanowitsch Jemeljanow.

Die Kirche verfügt über eine Winter- und eine Oberkirche, wobei der Eingang im ersten Stockwerk liegt – eine Besonderheit, die von Besucher:innen bemerkt wird. Im Inneren befinden sich zudem eine Gemeindebibliothek sowie ein Kirchenmuseum. Mehrsprachige Kriegsgedächtnistafeln an den Eingängen erinnern in deutscher und russischer Sprache an die Ereignisse der Völkerschlacht. In unmittelbarer Nähe wurde zudem der Baschkiren-Gedenkstein errichtet, der die Teilnahme baschkirischer Kämpfer würdigt.

Die Öffnungszeiten der Kirche liegen in der Regel zwischen 10 und 16 Uhr, wobei eine Mittagspause besteht. Einige Besucher:innen berichten von eingeschränktem Zugang, etwa durch Schließzeiten oder den Verzicht auf Sitzgelegenheiten im Inneren. Einbrüche in der Vergangenheit, darunter der Diebstahl einer historischen Ikone im Jahr 1990, prägen die Geschichte des Gebäudes. Die Kirche bleibt ein Ort des Gedenkens, der Spiritualität und der kulturellen Begegnung im Herzen Leipzigs.

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