Denkmal/Gedenkstätte

Völkerschlachtdenkmal

Str. des 18. Oktober 100, 04299 Leipzig

Highlights

  • Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erinnert an die entscheidende Schlacht vom 18. Oktober 1813 gegen Napoleon.
  • Es ist mit 91 Metern eines der höchsten Denkmale Europas und wurde von Bruno Schmitz im Stil der Monumentalarchitektur entworfen.

Tipps

  • Aufgrund der engen Treppen und Gänge wird eine 'One-Way-Strategie' angewandt, die den Besucherverkehr regelt und ein reibungsarmes Erkunden des Denkmals ermöglicht.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Völkerschlachtdenkmal

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig ist eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands und ein zentrales Kulturdenkmal im Südosten Sachsens. Errichtet wurde es nach Entwürfen des Architekten Bruno Schmitz und eingeweiht zum einhundertsten Jahrestag der Völkerschlacht von 1813. Mit einer Höhe von 91 Metern zählt es zu den höchsten Monumentalbauten Europas und prägt maßgeblich das Stadtbild Leipzigs. Das Denkmal erinnert an die Schlacht vom 18. Oktober, in der die verbündeten Truppen Preußens, Österreichs, Russlands und Schwedens einen entscheidenden Sieg über Napoleon errangen.

Das Bauwerk besteht aus Beton und Granitporphyr und vereint monumentale Architektur mit historischer Aussagekraft. Im Inneren befinden sich eine Krypta sowie eine Ruhmeshalle, die von fast zehn Meter hohen Kolossalfiguren gesäumt wird. Eine Besonderheit ist die 68 Meter hohe Reiterkuppel, die zusammen mit weiteren Aussichtsebenen bis zur obersten Plattform einen beeindruckenden Panoramablick über Leipzig und die umliegende Region ermöglicht. Der Fundamentbereich gewährt zudem Einblicke in die ingenieurskünstlerische Konstruktion des Bauwerks aus der Frühzeit des Betonbaus.

Am Fuße des Denkmals befindet sich das Museum FORUM 1813, das in Ausstellungen die historischen Hintergründe der Völkerschlacht und die Entstehung des Denkmals vermittelt. Multimediale Installationen und historische Artefakte führen anschaulich in die Ereignisse des Jahres 1813 ein. Die Stiftung Völkerschlachtdenkmal ist Trägerin des Denkmals und verantwortlich für dessen Erhaltung sowie für ein vielfältiges kulturelles Programm, zu dem Führungen, Audioguides, Konzerte und Gedenkveranstaltungen gehören.

Die Planung des Denkmals begann bereits kurz nach der Schlacht, konkrete Umsetzungen zogen sich jedoch über Jahrzehnte hin. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der Realisierung begonnen. Der Grundstein war bereits 1863 an einer anderen Stelle gelegt worden und wurde später im Fundament des heutigen Bauwerks verbaut. Finanziert wurde der Bau durch Spenden und spezielle Lotterien. Das Denkmal gilt heute nicht nur als Zeugnis der deutschen Geschichte, sondern auch als architektonisches Meisterwerk des Historismus.

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