Ev.-Luth. Kirchgemeinde Liebertwolkwitz
Highlights
- Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Liebertwolkwitz gehört zur Landeskirche Sachsens und befindet sich im Leipziger Stadtteil Liebertwolkwitz.
- Das Kirchengebäude wurde 1572/1575 erbaut und ist damit das älteste Bauwerk des Stadtteils.
- In der Fassade sind Kanonenkugeln aus der Völkerschlacht 1813 eingemauert.
Tipps
- Im Pfarrgarten und an der Kirche finden regelmäßig Andachten und Gottesdienste statt, u. a. am 5. Juni 2026 um 18 Uhr zum Thema Bibel und Geld.
- Die Kirche verfügt über historische Ausstattungselemente sowie Kanonenkugeln aus der Völkerschlacht 1813 in der Fassade.
Eigenschaften
Über Ev.-Luth. Kirchgemeinde Liebertwolkwitz
Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Liebertwolkwitz befindet sich im südöstlichen Leipzig und zählt zu den ältesten Sakralbauten der Stadt. Die Kirche selbst wurde zwischen 1572 und 1575 an der Stelle einer mittelalterlichen Vorgängerkirche errichtet und ist somit das älteste erhaltene Bauwerk im Stadtteil. Der rechteckige Saalbau mit seinem markanten Westturm, der im Barockstil umgestaltet wurde, zeugt von der Baukunst der Reformationszeit und späterer Epochen. Besondere historische Spuren tragen die Fassade: Kanonenkugeln aus der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 sind dort eingemauert.
Das Innere der Kirche beherbergt wertvolle Ausstattungsgegenstände, darunter eine dreiseitige Empore sowie eine Sandsteintaufe. Im Chorraum steht ein Kanzelaltar, der 1814 im klassizistischen Stil errichtet und später umgestaltet wurde. In den 1980er Jahren erfolgte eine umfassende Innensanierung, bei der unter anderem der Altarplatz erhöht und die Patronatsloge von der Sakristei abgetrennt wurde. Die Kirche verfügt zudem über eine Stuhlbankheizung, die im Zuge der Restauration der Jahre 1996 bis 2002 eingebaut wurde.
Einen besonderen klangvollen Akzent setzt die Orgel, deren heutige Fassung auf das Jahr 1890 zurückgeht. Sie wurde von Gottfried Hildebrand erbaut und später 1994/1995 von Christian Scheffler restauriert. Das Instrument vereint zwei Manualen, Pedal und 24 Register und gilt als klanglich und bautechnisch bemerkenswert. Die Orgelgeschichte der Kirche reicht weiter zurück: Bereits 1724/1725 entstand unter Zacharias Hildebrandt, einem Schüler von Gottfried Silbermann, eine frühere Orgel. Auch Reparaturen und Umbauten im 19. Jahrhundert prägten das Klangbild des Instruments.
Die Kirchgemeinde pflegt eine lebendige Gemeindearbeit mit regelmäßigen Gottesdiensten, Andachten und kulturellen Veranstaltungen. Neben dem Gottesdienstgeschehen finden hier auch Konzerte, Bibelkreise und Gemeindeveranstaltungen statt. Die Gemeinde versteht sich als Ort des geistlichen und kulturellen Austauschs im Stadtteil. Der Pfarrgarten lädt zur Ruhe und Begegnung ein und ergänzt das kirchliche Angebot um einen Außenraum für Gespräche und Veranstaltungen.