Kirche/Kloster

Markuskirche

04317 Leipzig

Highlights

  • Die Markuskirche in Leipzig wurde 1884 eingeweiht und war ursprünglich als Friedhofskapelle erbaut.
  • 1973 wurde die Kirche wegen baulicher Mängel geschlossen, 1978 folgte die Sprengung.
  • Seit 2014 ist sie Teil der Ev.-Luth. Dreifaltigkeitskirchgemeinde Leipzig.

Tipps

  • Besucher finden die Markuskirche in Leipzig-Reudnitz, direkt am Trinitatisplatz.
  • Die Kirche ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
  • Eintritt ist frei, Spenden für Unterhaltung und Restaurierung werden gerne angenommen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Markuskirche

Die Markuskirche in Leipzig ist ein evangelisch-lutherisches Gotteshaus mit einer Geschichte, die eng mit der Entwicklung des Leipziger Stadtteils Reudnitz verbunden ist. Ursprünglich als kleine Friedhofskapelle im 16. Jahrhundert erwähnt, entwickelte sich der Ort im Zuge des Bevölkerungswachstums im 19. Jahrhundert zu einer eigenständigen Kirchengemeinde. Der Kirchenbau-Verein, gegründet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, initiierte den Neubau, der schließlich 1884 eingeweiht wurde. Benannt wurde das Gotteshaus zu Ehren des Evangelisten Markus, nach einem Beschluss des Kirchenvorstandes.

Die Kirche wurde zum Zentrum eines Gemeindelebens, das sich nicht nur auf religiöse, sondern auch auf gesellschaftliche und kulturelle Aktivitäten erstreckte. Bereits früh etablierte sich ein Posaunenchor, der auf sächsischen Posaunentagen hervorragende Darbietungen bot. Auch die erste Ausgabe eines Gemeindeblattes, der „Markus-Bote“, erschien Anfang des 20. Jahrhunderts. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kirche jedoch durch mangelnde Instandhaltung äußerlich stark in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund der hohen Kosten für eine umfassende Sanierung wurde 1973 der Beschluss zur Schließung gefasst. Die Markuskirche wurde kurze Zeit später gesprengt.

Seitdem finden Gottesdienste in der ehemaligen Markuskapelle statt, die sich im Pfarrhaus in der Dresdner Straße befindet. Diese Räumlichkeiten wurden in den 1980er Jahren umgebaut und dienen seither als Ort der Begegnung und des Glaubens. In der Vorwendezeit spielte das Pfarrhaus eine Rolle jenseits des Religiösen – es diente als Treffpunkt für verschiedene gesellschaftliche und politische Gruppen. So entstand beispielsweise die Markusbibliothek, und es wurden hier auch Hinweise auf Wahlbetrug im Jahr 1989 bekannt.

Im Jahr 2014 schlossen sich die Markuskirchgemeinde und die Trinitatiskirchgemeinde zur Evangelisch-Lutherischen Dreifaltigkeitskirchgemeinde Leipzig zusammen. Das ehemalige Pfarrhaus der Markuskirche wurde umgestaltet und beherbergt heute das Gemeindebüro sowie Räume für soziale und kulturelle Projekte im Stadtteil. Die Markuskapelle bleibt weiterhin ein Ort der Andacht, während die Trinitatiskirche als größeres Gotteshaus der vereinigten Gemeinde dient.

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