Schönauer Park
Tipps
- Der Schönauer Park ist ein Denkmalgeschützter Landschaftspark mit altem Baumbestand und gut erhaltenen Wegen, ideal für Spaziergänge und Erholung im Leipziger Norden.
- Im Nordteil des Parks befindet sich ein großer Teich mit angrenzendem Kinderspielplatz, geeignet für Familien mit Kindern.
- Der Park verfügt über zwei Haupteingänge – einer im Westen mit historischer Pergola, der andere im Süden an der Lützner Straße.
Eigenschaften
Über Schönauer Park
Der Schönauer Park liegt im Leipziger Ortsteil Schönau im westlichen Teil der Stadt. Der rund 14 Hektar große Landschaftspark entstand aus dem historischen Park eines ehemaligen Ritterguts und dient heute vor allem der Naherholung der Bevölkerung, insbesondere der Bewohner der umliegenden Plattenbausiedlung Grünau. Der Park steht unter Denkmalschutz und zählt zu den bedeutsamen Grünanlagen im Stadtgebiet.
Der Park ist nahezu rechteckig angelegt und wird im Süden von der Lützner Straße sowie im Westen und Norden von der Schönauer Straße begrenzt. Im Osten fließt im Süden der Schönauer Sumpfgraben, der zum Flächennaturdenkmal „Schönauer Sumpflache“ gehört, entlang. Die beiden Haupteingänge befinden sich im Westen und im Süden. Der Westeingang wird durch eine 52 Meter lange Doppel-Pergola markiert, die an der ehemaligen Stelle des Gutshauses errichtet wurde. Der Südeingang liegt gegenüber einer mit vier Lindenreihen bestandenen Allee, die in Richtung Robert-Koch-Park führt.
Das Erscheinungsbild des Parks wird von geradlinigen Alleen und geschwungenen Wegen geprägt. Ein auffallendes Merkmal sind die Altbäume, die noch aus der Zeit des Gutsparks stammen. Darunter befinden sich seltene Baumarten wie die Ginkgo, Hängesilberlinde, Gelbkiefer oder Esskastanie, die das repräsentative Ambiente der früheren Gutsbesitzer widerspiegeln. Wiesenflächen und Waldbereiche wechseln sich ab und bieten Raum für verschiedene Erholungsnutzungen. Im Nordteil des Parks liegt ein etwa 2.620 Quadratmeter großer Teich, an den sich ein Kinderspielplatz anschließt. Dieser verfügt unter anderem über ein Rutschpodest, eine Sandspielfläche, eine Seilbahn sowie einen Rodelhügel.
Im südlichen Bereich des Parks befinden sich drei freistehende Steinplastiken unter dem gemeinsamen Titel „Erinnerung an einen Sonnentag“. Die Skulpturen, entworfen von Peter Makolies und Klaus-Dieter Köhler, laden zur Betrachtung und eigenen Interpretation ein. Ihre Entstehung fiel in die Zeit um die späten 1980er Jahre, als im Zuge der Entwicklung der Siedlung Grünau gezielt Elemente der Kunst in den Park integriert wurden. Im Jahr 2002 wurde der markante Pergola-Eingang im Westen des Parks errichtet.
Die Geschichte des Parks ist eng mit der Entwicklung des Ortsteils Schönau verbunden. Bereits im 16. Jahrhundert bestand am Ort ein Vorwerk, das später zum Rittergut ausgebaut wurde. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte das Anwesen im 18. Jahrhundert in den Besitz der Familie Schmidt, später durch Heirat an die Familie Müller. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Garten des Gutes zu einem repräsentativen Park umgestaltet. Nach der Eingemeindung Schönau nach Leipzig in den frühen 1930er Jahren übernahm die Stadt das Areal, um die angrenzenden Flächen für die Entwicklung des Lindenauer Hafens zu nutzen. Das Herrenhaus wurde saniert, der Park gepflegt. Mit dem Bau der Siedlung Grünau ab den 1970er Jahren verlor das ehemalige Gut seine Gebäude, der Park jedoch blieb erhalten und wurde als Naherholungsgebiet weiterentwickelt.