Antiquarium
Highlights
- Das Antiquarium ist der älteste erhaltene Raum der Münchner Residenz (erbaut 1568–1571) und zeigt antike Skulpturen aus Herzog Albrecht V.s Sammlung.
- Der Raum präsentiert Büsten und Skulpturen des 16. Jahrhunderts, ergänzt durch Werke aus späterer Zeit – Teil der historischen Antikensammlung.
- Barrierefreier Zugang mit Aufzug (Maße: 157 cm × 147 cm, Türbreite 99 cm) ins Obergeschoss möglich.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zum Antiquarium erfolgt über den rollstuhlgerechten Eingang mit einem Aufzug, der eine maximale Breite von 147 Zentimetern ermöglicht.
- Die Längswände des Antiquariums zeigen antike Skulpturen und Büsten aus der Sammlung Herzog Albrechts V., die teilweise bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen.
- Die Höfe der Residenz sind größtenteils eben gestaltet und ermöglichen eine stufenlose Erschließung der Ausstellungsbereiche mit Ausnahme einzelner Räume wie der Nibelungensäle.
Eigenschaften
Antiquarium München Altstadt-Lehel: Kultur-Museum
Das Antiquarium im Herzen der Münchner Altstadt-Lehel ist einer der ältesten erhaltenen Räume der historischen Residenz und ein faszinierendes Zeugnis barocker Repräsentation. Zwischen den Jahren 1568 und 1571 ließ Herzog Albrecht V. den Raum speziell für seine Sammlung antiker Skulpturen errichten – ein ungewöhnliches Vorhaben für die damalige Zeit. Die prächtigen Büsten und Skulpturen an den Längswänden stammen teilweise noch aus der ursprünglichen Antikensammlung des Herzogs, wurden im Laufe der Jahrhunderte jedoch durch weitere bedeutende Werke ergänzt. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung der antiken Kunst mit der Renaissance-Architektur, die den Raum zu einem einzigartigen Schaufenster der frühneuzeitlichen Kultur macht.
Das Antiquarium bietet Einblicke in die Entwicklung der Münchner Residenz als Zentrum der Kunst und Macht. Während der Raum ursprünglich als „Sanktuarium“ für die Sammlung gedacht war, wurde er später durch graphische Entwürfe und Skizzen des Bildprogramms ergänzt. Rund 25 ausgestellte Objekte – darunter Büsten, Zeichnungen und plastische Werke – rekonstruieren das einstige Aussehen des Raumes und zeigen, wie antike Kunst in den Kontext der höfischen Repräsentation eingebunden war. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung von klassischer Skulptur mit den zeitgenössischen Gestaltungsideen des 16. Jahrhunderts, die bis heute nachwirken.
Barrierefreiheit ist im Antiquarium und den umliegenden Bereichen der Residenz gut gewährleistet. Der Zugang erfolgt über einen Aufzug im Königsbau, der mit Maßen von 150 cm Länge und Breite sowie einer Türbreite von 100 cm rollstuhlgerecht gestaltet ist. Auch die Höfe der Residenz sind weitgehend stufenlos erreichbar, sodass Besucherinnen und Besucher ohne Hindernisse die historischen Räume erkunden können. Der Hofgarten und der Pavillon im Zentrum sind ebenfalls barrierefrei zugänglich, wobei der Wegbelag aus Asphalt und Kies eine gute Befahrbarkeit bietet.
Das Antiquarium ist nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiges Stück Münchner Geschichte, das die Verbindung von Antike und Renaissance aufzeigt. Durch die Kombination von Originalskulpturen, historischen Dokumenten und rekonstruierten Möbelstücken entsteht ein authentisches Bild des Lebens am Hofe der Wittelsbacher. Besonders spannend ist die Perspektive auf die Alltags- und Repräsentationskultur der frühen Neuzeit, die sich in den Objekten widerspiegelt. Wer die Münchner Residenz besucht, findet im Antiquarium einen Ort, an dem Kunst, Geschichte und Architektur nahtlos ineinander übergehen.
Für Kulturinteressierte bietet das Antiquarium somit eine einzigartige Gelegenheit, die Entwicklung der Münchner Residenz als kulturelles Zentrum zu verstehen. Die Verbindung von antiken Werken mit den Gestaltungsprinzipien der Renaissance macht den Raum zu einem besonderen Highlight – besonders im Kontext der umliegenden barocken Prunkräume wie dem Cuvilliés-Theater oder den Arkadengängen am Odeonsplatz. Ein Besuch lohnt sich daher nicht nur für Kunstliebhaber, sondern für alle, die die Geschichte Münchens hautnah erleben möchten.