Denkmal/Gedenkstätte

Apelstein Nr. 37

Nordpl., 04105 Leipzig

Highlights

  • Apelstein Nr. 37 erinnert an die Schlacht bei Wachau (16. Jahrhundert) und die verbündeten Truppen im Russisch-Preußischen Denkmal.
  • Theodor Apel setzte 1860er-Jahre 44 Steine – später kamen sechs weitere hinzu, der letzte 2000.
  • Standort: Zwischen Güldengossa und Liebertwolkwitz, am Russisch-Preußischen Denkmal in Großpösna.

Tipps

  • Die Umgebung des Steins bietet Einblicke in historische Schlachtfelder und ist Teil eines Netzwerks von 50 Apelsteinen, die Theodor Apel ab den 1860er Jahren errichten ließ.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Apelstein 37 Leipzig

Der Apelstein Nr. 37 in Leipzig zählt zu den markanten historischen Gedenksteinen, die der Leipziger Kaufmann und Mäzen Theodor Apel in den 1860er Jahren im Umland der Stadt errichten ließ. Aus eigenem Antrieb und mit Unterstützung von Spenden schuf Apel insgesamt 44 dieser Steine, die an Schlachten und historische Ereignisse der napoleonischen Kriege erinnern sollten. Nach seinem Tod wurden noch sechs weitere Apelsteine hinzugefügt, darunter einer im Jahr 2000 – ein Beweis für die anhaltende Bedeutung dieser Denkmäler als lebendiges Gedächtnis.

Der Apelstein Nr. 37 steht in der Nähe des Russisch-Prüssischen Denkmals bei Großpösna und markiert den Ort der Schlacht bei Wachau, einem entscheidenden Gefecht während der Befreiungskriege. Die Inschrift am Stein verweist auf die Verbündeten Truppen und die strategische Bedeutung des Schlachtfelds. Apels Initiative zielte darauf ab, die Erinnerung an die Opfer und die historischen Ereignisse zu bewahren – ein Ansatz, der bis heute nachwirkt.

Die Apelsteine sind nicht nur architektonische Zeugnisse, sondern auch Teil eines größeren kulturellen Erbes, das von lokalen Initiativen wie dem „Lebendige Geschichte Liebertwolkwitz“ lebendig gehalten wird. Dieser Verein widmet sich der Erforschung und Vermittlung der Ortsgeschichte, insbesondere des Alltags und Handwerks im frühen 19. Jahrhundert. Durch Führungen, Vorträge und Publikationen macht er historische Zusammenhänge für Besucher:innen aller Altersgruppen zugänglich – immer mit dem Fokus auf regionale Besonderheiten und europäische Bezüge.

Besonders prägend war für die Region die Zeit der Befreiungskriege, die nicht nur lokal, sondern auch europäisch vernetzt betrachtet wird. Der Verein sieht sich in der Verantwortung, durch historische Aufarbeitung ein Zeichen für Völkerverständigung und Toleranz zu setzen. Die Apelsteine, darunter auch Nr. 37, sind somit nicht nur Denkmäler, sondern Symbole für eine Geschichte, die bis heute nachhallt – und die es zu bewahren gilt.

Für Geschichtsinteressierte und Neugierige bietet der Apelstein Nr. 37 somit einen Einblick in eine bewegte Vergangenheit, die eng mit den Ereignissen um Leipzig und seine Umgebung verwoben ist. Die Steine laden ein, die Spuren der Vergangenheit zu entdecken – und die Bedeutung historischer Orte für die Gegenwart zu verstehen.

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