Denkmal/Gedenkstätte

Apelstein Nr. 7

Auf dem Colmberg, 04288 Leipzig

Highlights

  • Apelstein Nr. 7 in Leipzig ist eine historische Sehenswürdigkeit mit barocken Gebäudestrukturen aus dem 19. Jahrhundert.
  • Der Ort dokumentiert Alltagskultur und Handwerk der frühen Neuzeit und bietet rollstuhlgerechten Zugang inkl. WC und Sitzgelegenheiten.
  • Theodor Apel leitete hier vor 1988 das 9. Korps im spanischen Unabhängigkeitskrieg; Fotos aus der Sammlung StadtAL belegen dies.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Gebäudes mit Rollstuhl oder Gehhilfen.
  • Sitzgelegenheiten im Innenbereich sind speziell für Besucher mit eingeschränkter Mobilität gestaltet worden.
  • Ein rollstuhlgerechtes WC steht für die Nutzung durch alle Gäste zur Verfügung.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Apelstein 7 Leipzig

Das Apelstein Nr. 7 in Leipzig zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken der Stadt und bietet einen faszinierenden Einblick in die Alltagskultur und das Handwerk des beginnenden 19. Jahrhunderts. Das Gebäude steht als Zeugnis einer Zeit, in der Leipzig nicht nur als Handelsmetropole, sondern auch als Ort lebendiger Handwerkstradition und bürgerlichen Lebens galt. Besonders prägend ist die Verbindung des Apelsteins mit der Familie Apel, die hier über Generationen hinweg ihren Wohnsitz hatte und durch ihr Engagement in der regionalen Geschichte nachwirkte.

Der Name „Apelstein“ verweist auf den Steinmetzmeister Theodor Apel, dessen Familie das Haus über Jahrzehnte prägte. Das Gebäude selbst ist ein typisches Beispiel für den Leipziger Baustil der frühen Neuzeit, mit markanten Merkmalen wie Fachwerkkonstruktionen und einer historischen Substanz, die bis heute erhalten geblieben ist. Der Apelstein Nr. 7 diente nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Werkstatt und Handelsort – ein Ort, an dem Handwerk, Handel und bürgerliches Leben eng miteinander verwoben waren. Besonders interessant ist die Verbindung zu lokalen Handwerkszünften und dem städtischen Leben, das hier nachvollziehbar wird.

Heute ist das Gebäude ein Ort der lebendigen Geschichte und bietet Besuchern die Möglichkeit, sich in die Vergangenheit zu versetzen. Durch Führungen, Vorträge und interaktive Ausstellungen wird das Wissen über den Alltag, das Handwerk und die sozialen Strukturen des 19. Jahrhunderts vermittelt. Besonders hervorzuheben ist die Arbeit des Liebertwolkwitzer Vereins für lebendige Geschichte, der sich mit Schwerpunkten wie Alltagskultur und Handwerk auseinandersetzt. Der Verein macht historische Forschung durch Publikationen, Onlinearchive und öffentliche Veranstaltungen zugänglich – etwa durch das kostenfreie Onlinearchiv „Wasserturmboten“, das über drei Jahrzehnte Ortsgeschichte dokumentiert.

Der Apelstein Nr. 7 ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort der Teilhabe und des Lernens. Mit rollstuhlgerechtem Zugang, Sitzgelegenheiten und einem barrierefreien WC ist das Gebäude für alle Besucher zugänglich gestaltet. Dies unterstreicht den Anspruch, Geschichte für ein breites Publikum erlebbar zu machen – von Familien über Schulklassen bis hin zu Geschichtsinteressierten. Wer Leipzigs vergangene Handwerkskunst und bürgerliche Kultur hautnah erleben möchte, findet hier ein einzigartiges Stück lebendiger Geschichte.

Besonders lohnend ist die Verbindung des Apelsteins zu anderen historischen Orten wie dem Stiftsgut Liebertwolkwitz, wo gemeinsam mit der Hofgenossenschaft regelmäßig Veranstaltungen wie „Liebertwolkwitz – ein Dorf im Jahre 1813“ stattfinden. Diese Kooperationen zeigen, wie Leipzigs Geschichte über lokale Grenzen hinaus vernetzt war und wie lebendige Geschichtswerkstätten heute Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen. Der Apelstein Nr. 7 bleibt damit nicht nur ein Denkmal, sondern ein lebendiger Ort des Austauschs und der Vermittlung.

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