Denkmal/Gedenkstätte

Apelstein Nr. 9

Liprandisdorfer Str. 1A, 04579 Leipzig

Highlights

  • Der Stein steht nahe dem Russisch-Preußischen Denkmal zwischen Güldengossa und Liebertwolkwitz, Teil von 50 Apelsteinen.
  • Theodor Apel schuf die Steine ab 1860 aus Spenden und eigenem Engagement für lokale Schlachtgedenken.

Tipps

  • Die Inschrift auf dem Stein erinnert an die Verbündeten Truppen und die historischen Ereignisse auf diesem Schlachtfeld.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es allen Besuchern, den Apelstein Nr. 9 ohne Hindernisse zu erreichen und zu besichtigen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Apelstein 9 Leipzig: Kulturdenkmal entdecken

Der Apelstein Nr. 9 in Leipzig ist ein historisches Denkmal, das Teil eines einzigartigen Projekts des Leipziger Kaufmanns und Mäzens Theodor Apel ist. In den 1860er Jahren ließ er 44 dieser Gedenksteine im Umland von Leipzig errichten – finanziert durch eigene Mittel und Spenden. Nach seinem Tod wurden noch sechs weitere Steine hinzugefügt, darunter auch dieser, der bis ins Jahr 2000 gesetzt wurde. Die Steine erinnern an Schlachten und historische Ereignisse, die die Region prägten, und stehen als stille Zeugen der Vergangenheit.

Der Apelstein Nr. 9 befindet sich in der Nähe des Russisch-Preußischen Denkmals zwischen Güldengossa und Liebertwolkwitz. Er ist mit einer Inschrift versehen, die auf die Schlacht bei Wachau verweist – ein bedeutendes Gefecht aus der Zeit der Befreiungskriege. Die Steine dienten Apel als Wegweiser für Wanderer und als Mahnmale, um die Erinnerung an die Opfer und die historischen Zusammenhänge lebendig zu halten. Besonders in der Region um Liebertwolkwitz, wo der Verein *„Lebendige Geschichte Liebertwolkwitz“* die Ortsgeschichte pflegt, sind die Apelsteine ein fester Bestandteil des kulturellen Erbes.

Die Umgebung des Denkmals ist eng mit der Geschichte des Korps in Spanien verbunden, das im 19. Jahrhundert eine Rolle spielte. Der Apelstein Nr. 9 steht dabei nicht isoliert, sondern ist Teil eines Netzwerks, das die Verbindung zwischen lokalen und europäischen Ereignissen verdeutlicht. Der Verein *„Lebendige Geschichte Liebertwolkwitz“* widmet sich seit Jahrzehnten der Erforschung und Vermittlung der Ortsgeschichte, insbesondere der Zeit um 1800. Durch Führungen, Vorträge und Publikationen macht er die Vergangenheit für Besucher und Einheimische zugänglich – mit einem besonderen Fokus auf Handwerk, Alltagskultur und die europäische Dimension der Befreiungskriege.

Die Apelsteine sind nicht nur historische Denkmäler, sondern auch Symbole für das Engagement Apels und späterer Initiativen, die sich für den Denkmalschutz und die Aufklärung über die regionale Geschichte einsetzen. Der Apelstein Nr. 9 lädt dazu ein, die Spuren der Vergangenheit zu entdecken – sei es als Teil einer Wanderung oder im Rahmen von geführten Rundgängen. Sein Standort in der Nähe des Russisch-Preußischen Denkmals unterstreicht zudem die Verbindung zu anderen historischen Stätten, die die bewegte Geschichte Leipzigs und seiner Umgebung widerspiegeln.

Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, findet im Umfeld des Apelsteins Nr. 9 nicht nur ein Denkmal, sondern auch Einblicke in die Arbeit von Vereinen wie *„Lebendige Geschichte Liebertwolkwitz“*, die sich für die Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes einsetzen. Die Steine stehen als stille Zeugen einer Zeit, in der Geschichte nicht nur dokumentiert, sondern auch erlebbar gemacht wird – für Geschichtsinteressierte und Neugierige gleichermaßen.

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