Denkmal/Gedenkstätte

Christuskirche Leipzig-Eutritzsch

Gräfestraße 18, 04129 Leipzig-Nord

Highlights

  • Die Christuskirche Leipzig-Eutritzsch entstand 1503 als spätgotische Hallenkirche mit romanischen Resten im Turmunterbau.
  • Ihr Altar (1480) aus Machern und Glocken (1480/1482) zählen zu den ältesten erhaltenen Teilen der Kirche.
  • Nach Kriegszerstörung 1943 erhielt sie 1956–59 ihr heutiges Aussehen; 2018 wurde ein neuer Glockenstuhl eingebaut.

Tipps

  • Der Turm der Christuskirche zeigt romanische Bausubstanz im Unterbau und an der westlichen Schiffswand als historische Zeugnisse aus dem 12. Jahrhundert.
  • Der spätgotische Umbau der Kirche im Jahr 1503 prägte den heutigen architektonischen Charakter mit einer Hallenkirche und einem erneuerten Turm.
  • Das Geläut umfasst zwei der ältesten Glocken Deutschlands aus den Jahren 1480 und 1482, die im Turm durch einen 2018 errichteten Holzglockenstuhl erklingen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Christuskirche Leipzig-Eutritzsch

Ihre Ursprünge reichen bis ins späte Mittelalter zurück, als sie im Zuge der Ostsiedlung und der Christianisierung der slawischen Bevölkerung entstand. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1381, als der Leipziger Stadtrat das Kirchlehen von Eutritzsch erwarb. Die heutige Gestalt der Kirche geht auf den spätgotischen Umbau von 1503 zurück, der unter der Leitung des späteren Leipziger Ratsbaumeisters Benedikt Eisenberg erfolgte und der Hallenkirche ihr markantes Aussehen verlieh.

Besonders beeindruckend ist der Turm der Christuskirche, dessen Unterbau und Teile der westlichen Schiffswand noch romanische Bausubstanz aus der Gründungszeit bewahren. Der Turm selbst wurde im 15. Jahrhundert aufgestockt und prägt bis heute das Ortsbild von Eutritzsch. Sein historisches Geläut ist ein weiteres Highlight: Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1480 und ist bis heute im Einsatz. Zwei weitere Glocken aus demselben Jahrhundert überdauerten den Umbau und wurden im Turm aufgehängt. Eine der Glocken, die 1943 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig verbrannte, war einst Teil des ursprünglichen Gelüts.

Der Altar der Christuskirche, ein Werk aus Machern von etwa 1480, wurde nach einer umfassenden Restaurierung zwischen 1956 und 1959 in die Kirche integriert. Er verkörpert den spätgotischen Stil und ist ein bedeutendes Kunstwerk der Region. Im Jahr 2018 wurde ein neuer Glockenstuhl aus Holz eingebaut, um das historische Geläut zu erhalten und zu schützen. Die Kirche steht damit nicht nur als architektonisches Denkmal, sondern auch als lebendiger Ort der Gemeinschaft – geprägt von christlicher Tradition, musikalischem Engagement und einem offenen Miteinander.

Die Christuskirche Leipzig-Eutritzsch ist nicht nur ein Zeugnis der regionalen Kirchengeschichte, sondern auch ein Ort der Begegnung. Sie bietet Raum für Kirchenmusikinteressierte und ehrenamtlich Engagierte, die sich für eine moderne, aber wertschätzende Ausrichtung einsetzen. Die Kirche lebt von einem guten Zusammenwirken in Gremien und einer offenen Haltung gegenüber den Herausforderungen des kirchlichen Alltags. Mit ihrer Mischung aus historischer Substanz und lebendiger Gegenwart ist sie ein besonderer Ort im Stadtbezirk Leipzig-Nord.

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