Eine Welt e.V. Leipzig
Highlights
- „Eine Welt e.V. Leipzig“ organisiert viermal jährlich Infos zu Events und Projekten mit Fokus auf globale Gerechtigkeit und Umwelt.
- Die Fotoausstellung ‚Zerstörte Zukunft‘ zeigt 2025 in Kleinzschocher verlorene Orte wie Cospuden – heute unter dem Neuseenland versunken.
- Seit 2023 dokumentiert der Verein Erinnerungskultur an DDR-Umweltproteste und verbindet sie mit aktuellen Themen wie Kohlefolgen.
Tipps
- Die Fotoausstellung ‚Zerstörte Zukunft‘ thematisiert die untergegangenen Orte im Leipziger Süden durch den Braunkohletagebau und zeigt deren historische Bedeutung auf.
- Der Eintritt zur Ausstellung erfolgt kostenfrei, wobei die Präsentation durch eine überarbeitete Dokumentation aus den 1980er-Jahren ergänzt wird.
- Das begleitende Programm bietet Einblicke in die Erinnerungskultur und historische Protestbewegungen gegen Umweltzerstörung in der Region.
Eigenschaften
Ausflug Kultur & Bibliothek Leipzig: Eine Welt e.V.
Der Eine Welt e.V. Leipzig ist ein engagierter Verein, der sich seit Jahrzehnten für globale Gerechtigkeit, Umweltbewusstsein und interkulturellen Austausch einsetzt. Als zentraler Anlaufpunkt verbindet er Bildungsarbeit, politische Aufklärung und praktische Projekte – stets mit Fokus auf Leipzig und seine regionale Verantwortung. Besonders prägend ist die Verbindung von lokaler Geschichte mit globalen Themen, etwa durch die Auseinandersetzung mit den Folgen des Braunkohleabbaus im Leipziger Umfeld.
Ein zentrales Projekt des Vereins ist die regelmäßige Fotoausstellung *„Zerstörte Zukunft“*, die die verlorenen Orte des Leipziger Südens dokumentiert. Orte wie Cospuden, Bösdorf oder Eythra, einst prägende Siedlungen, sind heute unter den Gewässern des Leipziger Neuseenlandes verschwunden. Die Ausstellung zeigt nicht nur die sichtbaren Spuren der Umweltzerstörung, sondern auch den historischen Widerstand: Kirchliche und zivilgesellschaftliche Initiativen wie *„Stoppt Cospuden“* machten bereits in den 1980er-Jahren auf die sozialen und ökologischen Folgen aufmerksam – eine Erinnerungskultur, die bis heute lebendig bleibt.
Neben der Ausstellung bietet der Verein ein vielfältiges Programm an, das Begegnungen, Ausflüge und Bildungsangebote umfasst. Ob durch Diskussionen zu globalen Themen, Workshops oder gemeinsame Aktionen: Der Verein verbindet Theorie mit Praxis und lädt dazu ein, Leipzig nicht nur als Stadt, sondern als Teil eines größeren, vernetzten Kontexts zu begreifen. Besonders die Taborkirche in Kleinzschocher dient als Ort für solche Veranstaltungen – ein Symbol für den Dialog zwischen Kirche, Umwelt und Gesellschaft.
Seit den 1980er-Jahren hat sich der Verein zu einer festen Größe in Leipzig entwickelt, die sich kontinuierlich weiterentwickelt. Ob durch die Überarbeitung historischer Dokumentationen oder die Einbindung neuer Perspektiven: Der Eine Welt e.V. Leipzig bleibt ein wichtiger Akteur für eine bewusste, nachhaltige und weltoffene Stadtkultur. Sein Engagement zeigt, wie lokaler Protest und globale Verantwortung Hand in Hand gehen – immer mit dem Ziel, Leipzig als Ort des Lernens und des Handelns zu stärken.