Denkmal/Gedenkstätte

GRASSIMESSE

GRASSI Museum für Angewandte Kunst, 04107 Johannispl. 5–11

Highlights

  • Die GRASSIMESSE verbindet seit 1920 als ‚Treffpunkt der Moderne‘ zeitgenössische Kunst, Design und Kunsthandwerk in Leipzig – mit Verkaufs- und Ausstellungscharakter.
  • Aussteller präsentieren verkäufliche Werke (max. 2 Jahre alt), deren Unterlagen ins GRASSI-Museumsarchiv übergehen; Haftung liegt bei den Teilnehmenden.
  • Ukrainische Künstler*innen wie TVOI oder Guculiya zeigen nachhaltige Materialien (Keramik, Glas, Goldschmiedearbeiten) mit energetischem Ausdruck.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Grassimesse – Johannisplatz 5–11

Die GRASSIMESSE in Leipzig, verankert an der Johannisplatz 5–11, ist eine bedeutende historische Kunstmesse, die seit den 1920er-Jahren als „Treffpunkt der Moderne“ gilt. Als einzigartige Verbindung von Forum und Verkaufsausstellung präsentiert sie zeitgenössische Kunst, Kunsthandwerk und Design in ihrer ganzen Vielfalt. Die Messe steht in der Tradition der Gründungszeit, als sie als Schauplatz innovativer gestalterischer Ideen und experimenteller Ansätze bekannt wurde. Heute fördert sie nicht nur kreative Entwicklungen, sondern schärft auch das Bewusstsein für gestalterische Qualität und zeitgenössische Ausdrucksformen.

Die GRASSIMESSE dient als Plattform für Designerinnen und Designer, Künstlerinnen und Künstler sowie Handwerkerinnen und Handwerker, die ihre Werke einem breiten Publikum zugänglich machen. Die ausgestellten Objekte sollen repräsentativ für das aktuelle Schaffen sein und fließen anschließend in die verkäuflichen Präsentationen ein. Besonders hervorzuheben ist die enge Verbindung zur GRASSI Sammlung für Angewandte Kunst, da die Unterlagen der Messe als Dokumentation und Archiv in das Museum übergehen. Dies unterstreicht die historische Kontinuität und den kulturellen Wert der Veranstaltung.

Ein zentrales Merkmal der GRASSIMESSE ist ihre internationale Ausrichtung, wie etwa die Integration ukrainischer Künstlerinnen und Künstler, deren Werke aus Bereichen wie Keramik, Glas, Schmuck oder Papier stammen. Diese Beiträge spiegeln die lebendige Energie und handwerkliche Traditionen wider, die durch nachhaltige Materialien und innovative Techniken geprägt sind. Auch die langjährige Praxis des Goldschmiedehandwerks – mit der Wiederverwertung von Metallen und Steinen – zeigt sich in den ausgestellten Objekten und unterstreicht den Bezug zur zeitlosen Handwerkskunst.

Die Organisation der Messe erfolgt unter klaren Rahmenbedingungen: Die Ausstellerinnen und Aussteller tragen selbst die Kosten für Transport, Unterkunft, Verpflegung und Versicherung. Der Veranstalter stellt dagegen eine Ausstellungsfläche zur Verfügung und unterstützt bei der Präsentation, wobei jedoch keine Haftung für Schäden übernommen wird. Die Prämierung beschränkt sich auf verkäufliche Objekte, die nicht älter als zwei Jahre sind und im Eigentum der Künstlerinnen und Künstler stehen. Diese Struktur sichert die Qualität der Ausstellung und fördert gleichzeitig den direkten Austausch zwischen Macherinnen und Publikum.

Als historische Sehenswürdigkeit verbindet die GRASSIMESSE Tradition und Moderne, indem sie gestalterische Strömungen der Vergangenheit mit aktuellen Entwicklungen verknüpft. Sie ist nicht nur ein Ort des Kaufs und der Entdeckung, sondern auch ein lebendiges Archiv kreativer Impulse, das die Bedeutung angewandter Kunst und Handwerkskunst in der Gesellschaft widerspiegelt. Die Messe bleibt damit ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Landschaft Leipzigs und ein Magnet für Kunstliebhaberinnen und -liebhaber aus nah und fern.

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