Museum

HaMakom – Ausstellung und koscheres Café

Markranstädter Str. 1, 04178 Plagwitz

Highlights

  • Koscheres Café mit Leipziger Kaffeeröstern und Ausstellung zu Antisemitismus-Geschichte in Leipzig.
  • Führungen für Jugendliche ab 13: Holocaust-Erfahrungen aus Opfer- und Täterperspektive.
  • Rollstuhlgerechtes WC; Workshop zu Familienforschung mit Archivrecherche und Aufarbeitung.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellung und des Cafés.
  • Die Kaffeeverkostung mit lokalen Röstern bietet Einblicke in regionale Handwerkskunst und Begleitangebote.
  • Die Führung für Jugendliche ab 13 Jahren fördert eine kritische Auseinandersetzung mit historischen Themen durch interaktive Gespräche.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Koschere Kulinarik in Plagwitz: HaMakom

Inmitten des lebendigen Plagwitz, eines der kulturell vielfältigsten Viertel Leipzigs, bietet das HaMakom – Ausstellung und koscheres Café eine einzigartige Verbindung von Aufklärung, Geschichte und kulinarischem Genuss. Das Haus steht für eine moderne Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte, Antisemitismus und der Bedeutung jüdischer Kultur – stets mit Blick auf die Gegenwart. Die Ausstellung führt Besucher:innen durch zentrale Themen wie die historischen Wurzeln des Antisemitismus, die spezifische Geschichte des Holocaust in Leipzig und die vielfältigen Facetten jüdischen Lebens. Besonders eindrücklich wird die „Marsch des Lebens“-Bewegung präsentiert, die als globale Antwort auf den Holocaust entstand und bis heute ein Zeichen für jüdisches Leben und gegen moderne Judenfeindlichkeit setzt.

Ein zentraler Bestandteil des Angebots ist das koschere Café, das nicht nur als Ort der Verpflegung, sondern auch als Raum des Austauschs dient. Hier können Gäste bei einer Kaffeeverkostung mit einem Leipziger Röstmeister nicht nur hochwertige Spezialitäten genießen, sondern auch in lockerer Atmosphäre über die dargestellten Themen ins Gespräch kommen. Die Verbindung von kulinarischem Erlebnis und historischer Reflexion macht das Café zu einem besonderen Anlaufpunkt für Kulturinteressierte und Neugierige.

Für Familien und Jugendliche ab 13 Jahren werden spezielle Führungen angeboten, die komplexe historische Zusammenhänge zugänglich machen. Unter Anleitung werden Geschichten aus der Opfer- und Täterperspektive des Holocaust erkundet, wobei der Fokus auf persönlichen Begegnungen und dem Dialog liegt. Diese Form der Vermittlung fördert ein bewussteres Verständnis für die Vergangenheit und regt zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Formen von Antisemitismus an. Gleichzeitig wird die Ausstellung durch praktische Workshops ergänzt, etwa zu genealogischen Recherchen, die helfen, eigene Familiengeschichten im Kontext historischer Ereignisse zu verorten.

Das HaMakom versteht sich als Ort der Begegnung und des Lernens – ohne Dogmen, aber mit klarem Fokus auf Aufklärung. Die rollstuhlgerechte Ausstattung, darunter ein barrierefreies WC, unterstreicht den Anspruch, Geschichte für alle zugänglich zu machen. Ob als Ausstellungsbesuch, kulinarisches Erlebnis oder partizipative Führung: Hier wird Geschichte lebendig, ohne dass sie in reines Belehrung umschlägt. Stattdessen entsteht ein Raum, der zum Nachdenken, Diskutieren und Verbinden einlädt – im Herzen von Plagwitz.

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