Jagerhof-Passage
Highlights
- Die Jägerhof-Passage in Leipzig verbindet die Hainstraße mit der Großen Fleischergasse und ist 123 Meter lang.
- Das Gebäudeensemble wurde von 1911 bis 1914 nach Plänen des Architekten Alfred Müller errichtet.
- Die Passage führt durch drei Innenhöfe mit Glasdächern und Keramikfliesen sowie Jugendstil-Elementen.
Tipps
- Eintritt zur Jägerhof-Passage ist barrierefrei, jedoch empfehlenswert bei schlechtem Wetter, da Glasdach und enge Gänge rutschig werden können.
- Kino-Besuch in der Passage lohnt sich, Getränke und Snacks sind vor Ort erhältlich, Bargeld wird allerdings bevorzugt.
- Die Passage eignet sich für eine kurze Stadtpause, besonders der vordere Innenhof lädt zum Verweilen ein.
Eigenschaften
Sehenswürdigkeit Jagerhof-Passage in Leipzig entdecken
Die Jägerhof-Passagen in Leipzig zählen zu den architektonisch bemerkenswerten Gebäuden der Stadt und sind sowohl geschichtsträchtig als auch ein Ort des urbanen Lebens. Gelegen zwischen der Hainstraße und der Großen Fleischergasse, bildet der Jägerhof einen durchgehenden Gebäudekomplex, der unter Denkmalschutz steht. Die Passage selbst erstreckt sich über eine Länge von 123 Metern und verbindet drei hintereinanderliegende Innenhöfe, die jeweils zwischen 30 und 60 Quadratmetern groß sind. Diese Höfe sind über Gänge miteinander verbunden, die letztendlich zur Großen Fleischergasse führen. Die Bauweise des Jägerhofs spiegelt sowohl den Stil des Jugendstils als auch Elemente der klassizistischen Architektur wider. Die zur Hainstraße zeigende Fassade besteht aus Thüringer Muschelkalk und erstreckt sich über fünf Geschosse. Auffallend sind die neun Fensterachsen, die durch breite Lisenen voneinander getrennt sind. Über dem Zwischengeschoss zieht sich ein durchgehender Austritt mit Figurenschmuck, während Atlanten in den Laibungen des dritten Obergeschosses das Hauptgesims tragen. Besonders auffällig ist auch der geschmückte Innenhof zur Hainstraße, der Jugendstil-Elemente in Form von Zierfliesen, Simsen und einem Zierbrunnen aufweist. Die Decken der Innenhöfe sind mit Glasdächern versehen, deren Wände weiß gefliest sind. Der Bau des Jägerhofs erfolgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wurde nach Entwürfen des Leipziger Architekten Alfred Müller errichtet. Auf den ursprünglich bebauten Grundstücken befanden sich der Lederhof und der Gasthof „Zum goldenen Hahn“, dessen historisches Hauszeichen im ersten Innenhof noch heute sichtbar ist. In der Zeit des Ersten Weltkriegs wurde im rückwärtigen Teil des Komplexes ein Kino eröffnet. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg ließ der Initiator Carl Hermann Jäger weitere Gebäude an der Großen Fleischergasse errichten und schuf so die Passage, die den gesamten Gebäudekomplex miteinander verbindet und ihm den Namen „Jägerhof“ gab. Auch im Zuge des Zweiten Weltkriegs blieb der Jägerhof nicht unversehrt. Nach Kriegsende wurde der Komplex provisorisch instand gesetzt und konnte teilweise wieder genutzt werden. In den 1990er Jahren wurde eine umfassende Sanierung unter der Leitung des Bauunternehmers Jürgen Schneider initiiert. Nach dessen Insolvenz übernahm die Dresdner Bank das Grundstück und sorgte für weitere Entwicklungen. Heute beherbergt der Jägerhof eine Vielzahl von Geschäften und Cafés und gilt als Einkaufszentrum mit historischem Charme. Mit seiner durchdachten Architektur, der Verbindung von Innenhöfen und der geschichtlichen Bedeutung ist die Jägerhof-Passage ein lohnenswertes Ziel für alle, die sich für die Baugeschichte und das Stadtbild Leipzigs interessieren. Der Komplex verbindet auf eindrucksvolle Weise Vergangenheit und Gegenwart und lädt dazu ein, in Ruhe zu verweilen und die Details der Gestaltung zu entdecken.
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Häufige Fragen zu Jagerhof-Passage
Was ist die Jägerhof-Passage in Leipzig?
Quelle: wikipedia
Wie lang ist die Jägerhof-Passage?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Jägerhof erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche Architektur prägt die Fassade zur Hainstraße?
Quelle: wikipedia