Kustodie/Kunstsammlung
Highlights
- Die Kunstsammlung der Universität Leipzig vereint über 600 Jahre Universitätsgeschichte mit historischen Kunstwerken aus verschiedenen Epochen.
- Wechselausstellungen im Neuen Augusteum und im Rektoratsgebäude zeigen jährlich aktuelle Themen – von Universitätsgeschichte bis zu zeitgenössischer Kunst.
- Rollstuhlgerechte WC-Anlagen und museumspädagogische Programme runden das Angebot für Besucher:innen ab.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zum rollstuhlgerechten WC ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Gäste.
- Die aktuelle Ausstellung im Rektoratsgebäude oder im Neuen Augusteum zeigt zeitgenössische und historische Kunstwerke aus der Universitätsgeschichte.
- Die digitale Sammlungsdatenbank bietet die Möglichkeit, Objekte vorab zu recherchieren und deren Details zu erkunden.
Eigenschaften
Kunstsammlung Leipzig entdecken – Kulturausflug
Die Kunstsammlung der Universität Leipzig, auch als Kustodie bekannt, ist eine bedeutende kulturelle Einrichtung, die die über 600-jährige Geschichte der Hochschule durch Kunstwerke sichtbar macht. Als historisch gewachsene Sammlung vereint sie Objekte aus verschiedenen Epochen und künstlerischen Kontexten, die eng mit der Universitätsgeschichte verbunden sind. Besonders hervorzuheben sind die Porträts aus unterschiedlichen Kunstperioden, die im Rektoratsgebäude ausgestellt werden und Einblicke in die Entwicklung der Hochschule geben.
Ein zentraler Standort der Sammlung ist die Galerie im Neuen Augusteum, wo jährlich zwei bis drei Wechselausstellungen während der Winter- und Sommersemester präsentiert werden. Diese zeigen nicht nur universitätsinterne Themen, sondern kooperieren auch mit externen Partnern und Fakultäten. Begleitend dazu werden Kataloge zu einzelnen Ausstellungen, Künstlern oder historischen Themen veröffentlicht, darunter Werke zu Themen wie „Stühle / Chairs“ oder „Denken ist Überschreiten“. Die Ausstellungen reichen von universitätsgeschichtlichen Schwerpunkten bis hin zu zeitgenössischer Kunst.
Die Kustodie bietet ein breites Bildungsangebot, das über reine Ausstellungen hinausgeht. Für Schulklassen und Jugendliche werden museumspädagogische Programme angeboten, darunter interaktive Führungen wie das „Epitaph-Puzzle“ oder die Erforschung von Wappen. Besonders beliebt sind die Führungen zur Studienammlung, die das Leben und Werk von Martin Luther thematisiert, oder die Auseinandersetzung mit dem Tübke-Wandbild. Auch für Studierende der Kunstgeschichte, Geschichte oder Museologie gibt es Praktikumsplätze, die Einblicke in Sammlungsmanagement, Restaurierung und Ausstellungskonzeption ermöglichen.
Ein weiteres Highlight ist das Paulinum, wo Kunstwerke und historische Räumlichkeiten wie die Universitätskirche St. Pauli besichtigt werden können. Die Kustodie arbeitet eng mit anderen Leipziger Institutionen wie dem Partner Leipzig Details zusammen, der geführte Touren durch den Campus und die Innenstadt anbietet. Zudem ist die Sammlung Teil eines größeren Netzwerks universitärer und kultureller Einrichtungen, das Forschung und Vermittlung fördert – etwa durch die Erfassung von Grafiken aus der Sudhoff-Sammlung oder die Bearbeitung von Künstler-Nachlässen wie denen von Hans Schulze.
Für Besucher:innen steht ein barrierefreies WC zur Verfügung, und die Sammlung kann über die digitale Sammlungsdatenbank E-MuseumPlus durchstöbert werden. Wer sich für vermisste Objekte interessiert, findet hier Informationen zur Sprengung der Universitätskirche. Die Kustodie lebt von der Verbindung von Wissenschaft, Kunst und öffentlicher Vermittlung – ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und neue Perspektiven entstehen.