Naturkundemuseum
Highlights
- Das Naturkundemuseum Leipzig beherbergt die weltweit größte Sammlung von Tierpräparaten und Plastiken des Präparators Herman H. ter Meer.
- Das neue Museum im Bowlingtreff soll 2029 eröffnen und zentrale Ausstellungen zum Mammut von Borna und der Valdivia-Expedition präsentieren.
Tipps
- Kostenfreier Eintritt ermöglicht unverbindlichen Besuch des Museums mit geologisch-paläontologischen und zoologischen Sammlungen.
- Hinweis auf begrenztes Wissen in der Ausstellung – gezielte Fragen an das Personal können vertiefende Informationen liefern.
- Parkplatz vor dem Museum ist vorhanden, jedoch kostenpflichtig – alternative Anreise mit Straßenbahn (Linien 1, 3, 4, 7, 9, 12, 14, 15) zur Haltestelle Goerdelerring.
Eigenschaften
Über Naturkundemuseum
Das Naturkundemuseum Leipzig ist eine bedeutende kultur- und bildungspolitische Einrichtung in der Stadt Leipzig, direkt im Stadtzentrum gelegen. Seit seiner Gründung im Jahr 1906 zählt es zu den etablierten Orten naturwissenschaftlicher Bildung und Sammlungstätigkeit. Das Museum beherbergt umfangreiche Sammlungen aus den Bereichen Geologie, Paläontologie, Botanik, Zoologie sowie Archäologie und gilt besonders für seine umfangreiche Sammlung an Tierpräparaten und Dermoplastiken des Leipziger Präparators Herman H. ter Meer als bemerkenswert.
Das Museum befindet sich seit 1923 in einem historischen Gebäude an der Lortzingstraße, das ursprünglich als Schule errichtet wurde. Seit 1930 wird es von der Stadt Leipzig getragen. In den vergangenen Jahren wurde ein Konzept entwickelt, um das Museum weiterzuentwickeln und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ursprünglich war ein Umzug an das Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei geplant, dieser wurde jedoch aus baulichen und finanziellen Gründen aufgegeben. Stattdessen wird derzeit der Umbau eines ehemaligen Bowlingtreffs am Wilhelm-Leuschner-Platz als neuer Standort vorbereitet, mit einer geplanten Eröffnung im Jahr 2029.
Ein zentrales Element der zukünftigen Ausstellung sind drei große Inszenierungen: das Mammut von Borna, die Valdivia-Expedition und der sogenannte „Tour de ter Meer“. Die letzte Inszenierung zeigt eine beeindruckende Skulptur aus Dermoplastiken, die Herman H. ter Meer im frühen 20. Jahrhundert erstellte. Diese Sammlung gehört weltweit zu den größten ihrer Art. Die Valdivia-Expedition widmet sich der ersten deutschen Tiefseeerkundung unter Leitung des Leipziger Zoologen Carl Chun und dokumentiert wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Jahr um 1900.
Das Museum bietet regelmäßig wechselnde Ausstellungen sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für verschiedene Zielgruppen. Neben wissenschaftlichen Themen werden auch populärwissenschaftliche und kreative Formate angeboten, darunter Workshops, Führungen und Ferienprogramme. Besucher*innen loben insbesondere den kostenlosen Eintritt, der den Zugang zu naturkundlichem Wissen für alle erleichtert. Auch der Parkplatz in unmittelbarer Nähe wird als praktisch wahrgenommen, wenngleich er kostenpflichtig ist.