Museum

NS-Dokumentationszentrum München

Max-Mannheimer-Platz 1, 80331 München-Maxvorstadt

Highlights

  • Das NS-Dokumentationszentrum München zeigt die NS-Geschichte Münchens und deren Folgen bis heute – mit Fokus auf Krieg, Rassismus und Erinnerungskultur.
  • Barrierefreier Zugang (Hörhilfen, Rollstuhl, induktive Anlage) ermöglicht inklusive Teilhabe an Ausstellungen und digitalen Formaten wie Scrollytellings und Web-Apps.
  • Digitale Projekte wie die Web-App verknüpfen lokale NS-Geschichte mit europäischen Zwangsarbeitserfahrungen und globalen Kontinuitäten der Gewalt.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang zum Gebäude ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen eine ungehinderte Nutzung der Ausstellungsräume und der Bibliothek.
  • Hörhilfen und eine induktive Höranlage stehen für Besucher mit Hörbeeinträchtigungen zur Verfügung, um die Ausstellung und Veranstaltungen besser wahrzunehmen.
  • Rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten und ein rollstuhlgerechter Eingang erleichtern den Aufenthalt für Menschen mit eingeschränkter Mobilität in allen Bereichen des Hauses.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

NS-Dokumentationszentrum München – Kultur-Ausflug Maxvorstadt

Das NS-Dokumentationszentrum München in der Maxvorstadt ist ein zentraler Ort der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte und ihrer Folgen. Es befindet sich am Standort des ehemaligen „Braunen Hauses“, der Parteizentrale der NSDAP, und war zwischen den 1930er- und 1940er-Jahren ein Machtzentrum der Diktatur. Das 2015 neu errichtete Gebäude setzt sich kritisch mit der historischen Bedeutung Münchens als „Hauptstadt der Bewegung“ auseinander und beleuchtet die Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Gewalt bis in die Gegenwart.

Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ vermittelt die Entstehung und Auswirkungen der NS-Herrschaft in der Stadt – von der Machtergreifung bis zu den langfristigen Folgen. Durch interaktive Formate wie Scrollytellings, digitale Medien und eine umfangreiche Bibliothek mit Rechercheterminals wird die Geschichte lebendig. Die Sammlung umfasst Publikationen zu Aufstieg, Diktatur und Nachgeschichte, die historische Perspektiven mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten verbinden. Besonders hervorgehoben werden Themen wie Zwangsarbeit, Flucht und die Erinnerungskultur in Europa.

Das Zentrum verbindet lokale und globale Bezüge: Eine webbasierte App führt zu 118 Orten in München und Umgebung, die mit der NS-Vergangenheit verknüpft sind. Zudem widmet sich das digitale Projekt *Departure Neuaubing* den Erfahrungen der Nachkriegszeit, etwa Kontinuitäten der Gewalt oder der Bedeutung historischer Orte für die heutige Stadtentwicklung. Fotodokumentationen und Filme zeigen, wie sich NS-Erfahrungen in Objekten und sozialen Räumen bis heute fortsetzen – etwa in Form von Gedenkstätten oder Erinnerungskultur.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von Betroffenen: Der 2023 gegründete Beirat vereint Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Opfergruppen wie der Israelitischen Kultusgemeinde oder queeren Initiativen. Gemeinsam reflektieren sie, wie historische Aufarbeitung gesellschaftliches Zusammenleben prägen kann. Das Haus bietet barrierefreie Zugänge, inklusive Hörhilfen und rollstuhlgerechte Bereiche, um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für alle zugänglich zu machen.

Das NS-Dokumentationszentrum München ist mehr als ein Museum – es ist ein Ort des kritischen Dialogs. Durch wechselnde Ausstellungen, wissenschaftliche Veranstaltungen und digitale Formate wird die NS-Geschichte nicht nur dokumentiert, sondern in aktuelle Debatten eingebettet. So entsteht Raum für eine bewusste Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft, die auch die Verantwortung für heute und morgen thematisiert.

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