Ramdohrscher Park
Highlights
- Der Ramdohrsche Park liegt im Leipziger Ortsteil Anger-Crottendorf und wurde 1958 aus einem ehemaligen Privatgrundstück angelegt.
- Benannt ist er nach Hermann August Ramdohr, einem Orthopäden, der die Bebauung des Geländes verhinderte.
- Im Park befinden sich alte Baumpflanzungen, ein Kinderspielplatz und ein Gedenkstein für Karl Rudolf Bromme.
Eigenschaften
Über Ramdohrscher Park
Der Ramdohrscher Park, gelegen im Leipziger Ortsteil Anger-Crottendorf, ist eine beschauliche und dennoch reizvolle Oase mitten in der Stadt. Benannt nach dem Orthopäden Hermann August Ramdohr, der maßgeblich verhinderte, dass das Gelände bebaut wurde, zählt der Park heute zu den kleineren, aber dennoch grünen Erholungsorten der Stadt. Mit einer Fläche von rund zwei Hektar bietet er Raum für Spaziergänge, Spiel und Entspannung unter Bäumen, die teilweise beachtliche Ausmaße angenommen haben. Die Breite Straße, die Bernhardstraße und die Grüne Gasse begrenzen das Areal und bieten gleichzeitig Zugänge zum Gelände.
Die Gestaltung des Parks ist geprägt von leicht welligem Gelände und geschwungenen Wegen, die einen natürlichen und unregelmäßigen Verlauf aufweisen. Diese Struktur verleiht dem Park ein idyllisches Flair, das von zahlreichen Bäumen wie Ahornarten, Sommerlinden, Stieleichen und Platanen verstärkt wird. Letztere sind mit einem Stammdurchmesser von über einem Meter beeindruckende Zeugen vergangener Zeit. Einige Sitzplätze aus Natursteinplatten laden zum Verweilen ein, während Schmuckpflanzungen optische Akzente setzen. Besonders im Sommer spenden die Bäume auf etwa 60 Prozent der Fläche Schatten, was den Park zu einem angenehmen Rückzugsort auch an wärmeren Tagen macht.
Ein besonderes Element des Parks ist der Gedenkstein für Karl Rudolf Bromme, der 1939 an der Westseite des Parks errichtet wurde. Bromme war der erste Befehlshaber der deutschen Reichsflotte, und sein Geburtshaus stand einst auf dem Gelände, das heute den Park bildet. Vor dem Denkmal erstreckt sich ein kleines Wiesenstück, das von Tamariskenbüschen gesäumt wird. Im Norden des Parks, in unmittelbarer Nähe zur Grünen Gasse, befindet sich zudem ein großer Kinderspielplatz mit klassischen Spielgeräten wie Wippe, Kletterkombination, Schaukel und Rutsche sowie einer Tischtennisplatte – ein beliebtes Ziel für Familien mit Kindern.
Die Geschichte des Ramdohrschen Parks reicht weit zurück. Ursprünglich befanden sich östlich der Breiten Straße zwei Teiche, von denen einer im Zuge von Straßenbauarbeiten im späten 19. Jahrhundert zugeschüttet wurde. Im Jahr 1876 erwarb der Buchhändler und Stadtverordnete Franz Reinhard Wagner das südlich gelegene Anwesen und richtete es als Sommersitz ein. Nach seinem Tod setzten sich seine Erben, darunter Hermann August Ramdohr, gegen die Bebauung des Geländes durch – trotz finanzieller Einbußen. Erst 1958 wurde das Areal in einen öffentlichen Park umgewandelt, wobei auch der verbliebene Teich verschwand und heute nur noch als leichte Mulde erkennbar ist.
Der Ramdohrscher Park erfreut sich bei Besucher:innen trotz seiner bescheidenen Größe großer Beliebtheit, wie die Bewertungen im Internet zeigen. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 von 5 Sternen wird er als schöner, kleiner Park wahrgenommen, der besonders durch seine grüne Ausstattung und den Kinderspielplatz punktet. Einige Nutzer wünschen sich mehr Engagement der Stadt zur Pflege und Aufwertung – doch selbst Kritiker bestätigen das ruhige und freundliche Ambiente, das den Park zu einem kleinen Juwel im Leipziger Stadtteil macht.