William Zipperer
Highlights
- William Zipperer war Kommunist und Widerstandskämpfer in Leipzig.
- Er leitete die KPD-Ortsgruppe Leipzig und war Redakteur in Leipzig.
- Zipperer wurde 1945 nach einem NS-Verfahren hingerichtet.
Tipps
- Besucher können den Standort der ehemaligen Graveurwerkstatt in Leipzig besuchen, die als Treffpunkt des Widerstands diente.
- Die Ausstellung zur Schumann-Engert-Kresse-Gruppe informiert über die Widerstandsaktivitäten unter dem Nationalsozialismus.
- Ein Rundgang durch das Stadtzentrum führt zu historischen Orten der Leipziger Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstands.
Eigenschaften
Kulturdenkmal William Zipperer in Leipzig entdecken
William Zipperer war ein bedeutender deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus mit engen Verbindungen zur Stadt Leipzig. Geboren am 27. Dezember 1884 in Dresden, verbrachte er große Teile seines Lebens in Leipzig, wo er sich politisch engagierte und eine zentrale Rolle im lokalen und überregionalen Widerstand spielte. Bereits seit 1906 war er Mitglied der SPD und wurde später in den Arbeiter- und Soldatenrat sowie als Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der KPD-Leipzig aktiv.
Nach seiner Tätigkeit als Redakteur der „Sächsischen Arbeiterzeitung“ und Leiter einer UNS-Bücherstube wurde Zipperer wegen seiner linken Positionen aus der KPD ausgeschlossen. Doch bereits vor und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten engagierte er sich entschlossen im Widerstand. Seine Graveurwerkstatt in Leipzig diente als Treffpunkt für Widerstandskämpfer und Arbeiter aus den lokalen Rüstungsbetrieben. Gemeinsam mit anderen wie Karl Jungbluth und Arthur Hoffmann versuchte er, durch Sabotage Maßnahmen die NS-Rüstungsproduktion zu behindern.
1941 schloss sich Zipperer der Leipziger Widerstandsgruppe um Georg Schumann, Otto Engert, Kurt Kresse und Georg Schwarz an, die später unter dem Namen „Nationalkomitee Freies Deutschland Leipzig“ firmierte. Diese Gruppe zählte zu den größten kommunistischen Widerstandsorganisationen im Deutschen Reich. Doch die Gestapo gelang es, einen Spitzel in die Gruppe einzuschleusen, was zur Verhaftung von 59 Personen im Juli 1944 führte – darunter auch William Zipperer.
Im November 1944 wurde Zipperer vor dem Volksgerichtshof in Dresden zusammen mit weiteren Mitgliedern seiner Gruppe verurteilt. Die Anklagepunkte lauteten auf Wehrkraftzersetzung, Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung. Am 11. und 12. Januar 1945 wurde er schließlich im Dresdner Landgericht hingerichtet. Sein Grab befindet sich heute auf dem Leipziger Südfriedhof, wo er an seine mutige Haltung und sein Opfer erinnert wird.
Seit 1945 ehrt Leipzig das Andenken an William Zipperer: Eine Straße im Stadtteil Alt-West, in dem er mit seiner Familie lebte, trägt seinen Namen. 2015 verlegte der Künstler Gunter Demnig einen Stolperstein zu seinen Ehren in der William-Zipperer-Straße. Eine Gedenkplakette erinnert an die gesamte Familie Zipperer am ehemaligen Wohnhaus. Bei Sanierungsarbeiten 2024 wurden dort überraschend elf in Zeitungen eingewickelte Bücherpakete entdeckt, die Zipperer kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung versteckt hatte – ein eindrucksvolles Zeugnis seines politischen Engagements und seiner Voraussicht.
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Häufige Fragen zu William Zipperer
Wer war William Zipperer in Leipzig?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielte William Zipperer im Leipziger Widerstand?
Quelle: wikipedia
Wie endete das Leben von William Zipperer?
Quelle: wikipedia
Was tat William Zipperer vor seiner Widerstandstätigkeit?
Quelle: wikipedia