Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Synagoge Leiwen

Römerstraße 21, 54340 Leiwen

Highlights

  • 1808 lebten 24 jüdische Einwohner in Leiwen, darunter fünf erwachsene Männer; die Gemeinde bestand bis 1938.
  • Um 1930 erreichte die jüdische Gemeinde in Leiwen mit 61 Mitgliedern ihren Höchststand, zuvor waren eigenständige Gemeinden aufgelöst worden.

Tipps

  • Die ehemalige Synagoge zeigt die historische Bedeutung der jüdischen Gemeinde in Leiwen durch erhaltene Architektur und Inschriften aus dem 19. Jahrhundert.
  • Ein Besuch ermöglicht Einblicke in die Entwicklung der jüdischen Geschichte vor Ort, insbesondere die Integration und Auflösung kleiner Gemeinden im 19. und 20. Jahrhundert.
  • Vorhandene Tafeln und Dokumentationen informieren über die Lebensbedingungen und das Schicksal der jüdischen Einwohner vor der Vertreibung und Deportation.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Synagoge Leiwen – Kulturdenkmal entdecken

Die ehemalige Synagoge in Leiwen ist ein bedeutendes historisches Denkmal, das an die kurze, aber prägende Zeit der jüdischen Gemeinde im Ort erinnert. Die Synagoge stand im Zentrum einer kleinen jüdischen Gemeinschaft, die bereits im frühen 19. Jahrhundert in Leiwen Fuß fasste. Um 1808 lebten hier 24 jüdische Einwohner, darunter fünf erwachsene Männer, die den Grundstein für eine eigenständige religiöse und kulturelle Präsenz legten.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Gemeinde weiter, wobei sie zeitweise mit der Nachbargemeinde in Lösnich verbunden war. Erst um die Jahrhundertwende und in den folgenden Jahrzehnten wuchs die Zahl der jüdischen Einwohner wieder an, bis sie um 1930 mit 61 Mitgliedern ihren Höhepunkt erreichte. Die Synagoge diente als spirituelles und soziales Zentrum dieser Gemeinschaft, doch ihr Schicksal war wie das vieler jüdischer Einrichtungen im Deutschen Reich vom Aufstieg des Nationalsozialismus geprägt.

Nach der Zerstörung während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge nicht wieder aufgebaut. Heute ist sie ein stilles Mahnmal, das an die Geschichte der jüdischen Präsenz in Leiwen erinnert. Die Erinnerungsarbeit vor Ort, etwa durch Gedenktafeln oder lokale Initiativen, hält das Andenken an die einstige Gemeinde lebendig. Die ehemalige Synagoge steht damit nicht nur als historisches Bauwerk, sondern auch als Symbol für die verlorene Vielfalt der Region.

Besucher können hier die Spuren einer untergegangenen Kultur nachspüren und sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde auseinandersetzen. Die ehemalige Synagoge ist damit ein wichtiger Ort der Aufklärung und des Gedenkens – ein Teil des kulturellen Erbes, das die Geschichte Leiwens und seiner Bewohner nachhaltig prägt.

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