Kirche/Kloster

Evangelisch-reformierte Kirche Brake

Residenzstraße 6, 32657 Lemgo

Tipps

  • Besucher finden die Kirche idyllisch gelegen und können an besonderen Anlässen, wie dem Heiligabend, schöne Gottesdienste erleben.
  • Das denkmalgeschützte Gebäude bietet architektonische Besonderheiten wie den romanischen Saalbau, barocke Epitaphien und einen historischen Glockenturm.
  • Interessierte erreichen das Gemeindebüro zu den Öffnungszeiten, um Informationen zu erhalten oder an Veranstaltungen teilzunehmen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Evangelisch-reformierte Kirche Brake

Die Evangelisch-reformierte Kirche Brake liegt im südlichen Teil der Stadt Lemgo im Kreis Lippe und zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Das Kirchengebäude ist ein geschützter Bau und zeugt durch seine Architektur und Ausstattung von einer langen Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich dem Heiligen Nikolaus geweiht, entstand der Kernbau als zweijochiger Saalbau mit Westturm. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach erweitert, unter anderem durch den Anbau des Nordschiffs im 17. Jahrhundert sowie spätere Ergänzungen im Zuge umfangreicher Renovierungen.

Die Architektur des Gotteshauses spiegelt verschiedene Epochen wider. Der ursprüngliche romanische Baustil wurde im 19. Jahrhundert durch neuromanische Elemente ergänzt, wobei der Turm mit seinen Schallarkaden und Würfelkapitellen sowie die erneuerte Laterne auffallen. Der Innenraum zeigt einen gedrückten Hallenraum mit Scheidbögen und kuppelartigen Gewölben. Große Rundbogenfenster sorgen für eine helle und einladende Atmosphäre im Kircheninneren. Die Außenwände bestehen aus Bruchstein und sind verputzt, was dem Gebäude ein geschlossenes, denkmalpflegerisch sensibles Erscheinungsbild verleiht.

Die Ausstattung der Kirche beinhaltet mehrere bemerkenswerte Epitaphien und Grabdenkmäler. Zu den kunsthistorisch bedeutsamen Werken zählt das Steinepitaph für Graf August zu Lippe-Brake, eine Ganzfigur aus der Werkstatt des Frankfurter Bildhauers Johann Bernhard Schwarzeburger. Ebenfalls erwähnenswert ist das Hängeepitaph für den Ratsherrn Bernhard Lampe, das die Auferstehung des Lazarus darstellt. In der Gruft der Grafen von Lippe befindet sich unter anderem der Zinnsarg des Grafen Moritz zu Lippe-Brake. Auch die Wappensteine von Graf Kasimir zur Lippe und seiner Mutter Margarete von Nassau zeugen von der regionalen Bedeutung der Familie. Eine historische Glocke aus dem 14. Jahrhundert, auf den Ton g -1 gestimmt, vervollständigt die bemerkenswerte Innenausstattung.

Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein kultureller Mittelpunkt der Gemeinde. Regelmäßig finden hier Gottesdienste, Konzerte und kirchliche Feiern statt. Der Posaunenchor der Gemeinde ist besonders aktiv und gestaltet musikalische Höhepunkte wie den Bläsersonntag oder das Erntedankfest. Die Gemeinde engagiert sich in vielfältiger Weise im sozialen und kulturellen Leben von Brake und pflegt enge Kontakte zu Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen.

Mit einem durchschnittlichen Google-Rating von 4,6 von 5 Sternen bei knapp 30 Bewertungen genießt die Kirche bei Besucherinnen und Besuchern sowie Gemeindemitgliedern eine hohe Wertschätzung. Gäste loben die schöne Atmosphäre, die liebevolle Pflege des Gebäudes sowie die offene und herzliche Gemeinschaft. Die Kirche steht für eine lebendige Verbindung von Geschichte, Glauben und Gemeinschaft in Brake.

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