Maria, Königin des Friedens
Highlights
- Die Kirche Maria, Königin des Friedens in Augustdorf wurde 1958 als Garnisonkirche errichtet.
- Sie wurde nach Plänen von Aloys Sonntag gebaut und steht nahe der Rommel-Kaserne.
- Das Innere zeigt sichtbare Betonbalken und farbige Betongläser von Josef Jost aus 1960.
Tipps
- Die Kirche ist eine moderne Garnisonkirche aus dem Jahr 1958 mit besonderer Architektur im Militärstil.
- Farbige Betongläser von Josef Jost schmücken die Fenster und erzeugen ein besonderes Lichtspiel im Innenraum.
- Der freistehende Turm und die gläsernen Wände bieten einen einzigartigen Blick auf die innere Stahlbetonkonstruktion.
Eigenschaften
Über Maria, Königin des Friedens
Die Katholische Kirche „Maria, Königin des Friedens“ befindet sich im Ort Augustdorf im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen. Sie ist sowohl als Garnisonkirche als auch für die Zivilgemeinde ein wichtiger geistlicher Ort und steht in unmittelbarer Nähe zur Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne. Die Kirche gehört zum Pastoralverbund Detmold des Dekanates Bielefeld-Lippe innerhalb des Erzbistums Paderborn.
Der Bau der Kirche erfolgte nach Entwürfen von Aloys Sonntag. Die Einweihung fand nach Abschluss der Bauarbeiten statt, und sie erhielt eine sakrale Ausstattung, die sowohl zeitgenössische als auch militärische Aspekte widerspiegelt. Die Architektur zeigt klare Linien und eine schlichte Formensprache, die an Militärzelte erinnern soll. Die längliche, rechteckige Grundstruktur wird von einem Satteldach überspannt. Ein freistehender quadratischer Turm sowie die Sakristei sind über einen Gang mit dem Kirchengebäude verbunden.
Das Innere der Kirche überzeugt durch eine offene Raumwirkung und eine durchdachte Konstruktion mit sichtbaren Betonbalken. Die Wände sind großzügig verglast, was den Eindruck von Leichtigkeit und Transparenz verstärkt. Die Stützen und Balken wirken dadurch fast wie freischwebende Elemente. Der leicht erhöhte Altarraum ist einseitig zurückgesetzt und bildet den zentralen Punkt der liturgischen Ausrichtung. Besonders auffällig ist das große Balkenkreuz an der Stirnwand, das als markantes Gestaltungselement wirkt.
Die farbigen Betongläser der Fenster entstanden nach Entwürfen von Josef Jost und tragen zur lichtdurchfluteten Atmosphäre im Innenraum bei. Diese Gläser sind ein zeittypisches Gestaltungselement und unterstreichen den modernen Charakter der Kirche. Die Ausstattung verbindet funktionale Baukunst mit künstlerischen Akzenten und spiegelt den Geist der Nachkriegsmoderne wider.
Die Kirche wird sowohl von Angehörigen der nahegelegenen Kaserne als auch von der Zivilbevölkerung besucht. Ihre besondere Architektur sowie die ruhige Lage machen sie zu einem sehenswerten Beispiel kirchlicher Baukultur im Kreis Lippe. Literarische Quellen wie die Diplomarbeit von Natalie Schilk sowie Heinrich Ottens Werk zum Kirchenbau im Erzbistum Paderborn würdigen die Kirche als bedeutsames Objekt der regionalen Sakralbaukunst der Nachkriegszeit.