Mordstein
Highlights
- Christian Friedrich Mayer wurde 1842 auf dem Heimweg von Rottmannsdorf nach Voigtsgrün ermordet.
- Der Mörder wurde nie gefasst, trotz einer Belohnung von 500 Mark.
- An der Tatstelle wurde ein Gedenkstein mit der Inschrift für das Opfer errichtet.
Tipps
- Der Mordstein ist zu Fuß oder mit dem Rad gut erreichbar und liegt mitten in der Natur.
- Am Stein befindet sich ein kleiner Rastplatz mit Sitzgelegenheiten.
- Das Gelände könnte durch die Gemeinde in Bezug auf Sitzmöglichkeiten und Gestaltung aufgewertet werden.
Eigenschaften
Über Mordstein
Der Mordstein in Hirschfeld ist eine historische Gedenkstätte, die an ein schweres Verbrechen im 19. Jahrhundert erinnert. Das Denkmal steht an der Stelle, an der Christian Friedrich Mayer, ein Zimmerergeselle und Holzhändler aus Voigtsgrün, auf dem Heimweg von einem Gasthaus überfallen und ermordet wurde. Mayer war zuvor im Schützenhaus in Planitz gewesen, wo er sein Geld zeigte und anschließend allein den Weg nach Hause antrat. An einer Waldkreuzung wurde er von einem unbekannten Täter überfallen, der ihn mit einem Schuss tötete und anschließend floh. Trotz eines Belohnungsgeldes wurde der Mörder nie gefasst.
Der Vorfall wurde im Kirchenbuch von Ebersbrunn dokumentiert, das Datum des Mordes sowie die Umstände sind damit historisch belegt. Mayer hinterließ eine Witwe und sechs Kinder, das älteste gerade sechs Jahre alt, das jüngste noch ein Säugling. Die Tragödie ereignete sich auf dem Weg von Wendischrottmannsdorf nach Voigtsgrün, kurz vor dem Ort Voigtsgrün am Waldrand. Die genaue Stelle des Verbrechens liegt heute innerhalb des Gemeindegebiets von Hirschfeld und wird durch den Gedenkstein markiert.
Der Stein trägt eine Inschrift, die das Opfer und den Hintergrund des Verbrechens in wenigen Worten zusammenfasst. Die Darstellung erinnert nüchtern an das Geschehen und soll zugleich als Mahnung an nachfolgende Generationen dienen. Die Lage des Denkmals ist landschaftlich ruhig und abseits vom Stadtverkehr, umgeben von Wald und wenigen angrenzenden Gartengrundstücken. Diese abgeschiedene Atmosphäre verstärkt den Eindruck der historischen Stätte.
Der Mordstein ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad gut erreichbar und bietet neben der Gedenkstätte auch einen kleinen Rastplatz. Besucher loben die gute Erreichbarkeit sowie die Möglichkeit, sich kurz auszuruhen. Kritisch wird jedoch die Gestaltung des Sitzbereichs wahrgenommen, da die vorhandenen Sitzgelegenheiten in die Jahre gekommen sind. Der Rastplatz wird als nützliche Ergänzung gewürdigt, insbesondere in Verbindung mit anderen Ausflugszielen in der Gemeinde Hirschfeld, wie beispielsweise der Leonhardt-Mühle oder den Quarksteinen.
Die Gemeinde Hirschfeld hat den Ort als Teil des lokalen Kulturguts etabliert, ohne ihn touristisch aufzuwerten. Die einfache Ausstattung spiegelt den ehrenden, aber schlichten Charakter der Gedenkstätte wider. Der Mordstein bleibt ein stiller Ort der Erinnerung, der das Geschehen von vor über 180 Jahren dokumentiert und für Besucher sichtbar hält – fernab von Effekthascherei, aber mit Respekt vor dem Opfer und seiner Familie.