Höhle

Falkensteiner Höhle

· L211, 72582 Grabenstetten

Highlights

  • Die Falkensteiner Höhle ist die einzige wasserführende Höhle Deutschlands mit geführten Touren.
  • Sie liegt auf der Schwäbischen Alb zwischen Bad Urach und Grabenstetten und ist eine aktive Karsthöhle.
  • Touren sind mit Schutzkleidung und Beleuchtung möglich, die Wassertemperatur beträgt ganzjährig 6–8°C.

Tipps

  • Parken ist kostenlos auf dem Parkplatz Falkensteiner Höhle, von dort führt ein idyllischer Weg entlang der Elsach zur Höhle.
  • Die Höhle ist wasserführend und bei Regen besonders beeindruckend, mit vielen Feuersalamandern unterwegs.
  • Es wird empfohlen, wetterfeste Kleidung und Schuhe, die nass werden dürfen, mitzubringen, da die Tour durch kalte und nasse Bereiche führt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Falkensteiner Höhle

Die Falkensteiner Höhle liegt im baden-württembergischen Grabenstetten und zählt zu den bedeutenden Naturdenkmälern der Schwäbischen Alb. Sie ist die einzige aktive Wasserhöhle Deutschlands, in der geführte Touren angeboten werden. Entstanden im Kalkgestein der Albhochfläche, wird sie durch Regenwasser gespeist, das über Risse und Spalten in den Felsen sickert und sich in wasserführenden Gängen sammelt, bevor es schließlich wieder ins Freie gelangt. Aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit gehört sie zu den sogenannten „wilden Höhlen“ – ohne künstliche Beleuchtung und mit unebenen Wegen.

Der Zugang zur Höhle erfolgt über ein beeindruckendes Felsportal, zu dem ein idyllischer Weg entlang des Baches Elsach führt. Von einem kostenlosen Parkplatz aus ist der kurze Spaziergang zur Höhle besonders landschaftlich reizvoll. Die Höhlentouren sind ganzjährig möglich, wobei die Hauptsaison von April bis September dauert. In der Zeit von Oktober bis März wird der Höhleneingang aus Naturschutzgründen geschlossen, da die Höhle als Winterquartier für Fledermäuse dient. Die gesamte Anlage wird mit großer Sorgfalt betreut, um den Naturraum langfristig zu erhalten.

Die Touren in die Falkensteiner Höhle sind abenteuerlich und erfordern eine gewisse körperliche Fitness sowie Trittsicherheit. Teilnehmer erhalten vorab eine komplette Schutzausrüstung, bestehend aus Helm, wasserdichter Lampe, Neoprenanzug und Socken. Es werden verschiedene Tourlängen angeboten, von leichten Einstiegstouren bis hin zu anspruchsvollen Erkundungen mit Tauchstrecken. Eine der ersten größeren Herausforderungen ist der sogenannte Siphon, ein wassergefüllter Gang, den man je nach Wasserstand teilweise tauchend passieren muss. Für tiefere Touren wird Erfahrung im Höhlenklettern und Tauchen empfohlen.

Die Höhle hat eine bekannte Länge von rund fünf Kilometern, wobei Führungen bis in eine Tiefe von mehreren tausend Metern möglich sind. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über konstant niedrig, mit etwa sechs bis acht Grad Wassertemperatur und zehn bis zwölf Grad Lufttemperatur. Die enge Passage und die völlige Dunkelheit bieten ein intensives Naturerlebnis, das sowohl sportliche Herausforderung als auch naturkundliche Bildung vermittelt. Die Guides legen Wert auf eine nachhaltige und respektvolle Nutzung der Höhle, um zukünftigen Generationen den Zugang zu diesem faszinierenden Ökosystem zu ermöglichen.

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