Bergmännl Eppendorf
Tipps
- Das Bergmännel befindet sich kurz vor Hammerleubsdorf auf der Talstraße, direkt nach der Brücke über die Große Lößnitz, mit guter Parkmöglichkeit für PKW.
- Neben dem Denkmal gibt es eine Schutzhütte, die als Unterschlupf bei schlechtem Wetter dient.
- Der Carl-August-Nendel-Wanderweg verbindet das Geburtshaus des Bergmanns in Leubsdorf mit der Alten Mordgrube und ist seit 2014 ausgeschildert.
Eigenschaften
Über Bergmännl Eppendorf
Das Bergmännl Eppendorf ist eine bedeutende historische Sehenswürdigkeit in der Gemarkung Leubsdorf im oberen Lößnitztal, gelegen zwischen den Orten Eppendorf und Hammerleubsdorf im sächsischen Mittelsachsen. Die Landmarke besteht aus einem in einen Block aus Muskovitgneis gehauenen Bergmann in Paradetracht, der von Carl August Nendel im Jahr 1830 geschaffen wurde. Die Figur erinnert symbolisch an die Bergbautradition der Region und wurde im Zusammenhang mit der Dreihundertjahrfeier der Augsburger Konfession errichtet. Links neben der Darstellung sind Schlägel und Eisen unter einer Königskrone zu sehen, rechts befinden sich Gedenktexte, darunter die Nennung des Künstlers sowie Hinweise auf die Erneuerung des Werkes.
Die Steinfigur ist Teil eines kulturellen Erbes, das bis heute gepflegt wird. Im Jahr 2013 wurde die Darstellung farblich gefasst, um die Sichtbarkeit und Wirkung des Denkmals zu erhalten. Über dem kunstvoll gemeißelten Bereich des Felsblocks befindet sich eine Schutzabdeckung aus Gneisplatten, die allerdings nur noch teilweise erhalten ist. Direkt neben dem Denkmal steht eine Schutzhütte, die zusätzlichen Schutz bietet und Besucher*innen die Möglichkeit gibt, sich vor Ort auszuruhen. Die Lage des Bergmännels direkt an der Talstraße, kurz nach der Brücke über die Große Lößnitz, macht es leicht zugänglich. Einige hundert Meter entfernt gibt es eine geeignete Parkmöglichkeit für Kraftfahrzeuge, die den Ausgangspunkt für Wanderungen in der Region darstellt.
Das Bergmännl Eppendorf hat nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine geschichtliche und religiöse Bedeutung. Es verbindet die lokale Bergbaukultur mit dem Gedächtnis an die Reformation und die sächsische Tradition. Im Jahr 2013 wurde zudem der Carl-August-Nendel-Wanderweg eingeweiht, der das Geburtshaus des Künstlers in Leubsdorf mit seiner späteren Arbeitsstätte in der Alten Mordgrube bei Brand-Erbisdorf verbindet. Der Weg ist seit 2014 vollständig ausgeschildert die Region zu Fuß zu erkunden. Die Figur selbst war früher auch bei Schulklassen ein beliebtes Ausflugsziel, wie Besuchermeinungen belegen.
Das Denkmal ist in einem sehr guten Zustand erhalten und wird regelmäßig gewartet. Die Kombination aus historischem Wert, landschaftlich reizvoller Lage und kultureller Bedeutung macht das Bergmännl Eppendorf zu einem lohnenswerten Ziel für Interessierte der Regionalgeschichte. Die ruhige Umgebung und die Nähe zur Schutzhütte bieten zudem eine ideale Gelegenheit für eine kurze Rast oder eine kleine Wanderung im sächsischen Bergland.