Denkmal/Gedenkstätte

Mariendom

Agrippastraße 13, 56626 Andernach

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Eine sehenswerte Kirche mit Panoramablick in Andernach

Der Mariendom in Andernach, offiziell katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauten der Stadt und ist ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Architektur im rheinischen Raum. Die im 12. und 13. Jahrhundert erbaute Kirche liegt am westlichen Stadtrand von Andernach in direkter Nähe zur historischen Stadtmauer und thront damit an der Stelle eines frühmittelalterlichen Kastells namens Antunnacum. Seit jeher prägt sie das Stadtbild und fungiert als ehemalige Eigenkirche des Erzbischofs von Trier, wobei der Bischof selbst offiziell auch Pfarrer der Gemeinde war. Die Geschichte des Mariendoms reicht weit zurück. Archäologische Funde weisen auf karolingische Grabstellen unter der heutigen Kirche hin, die auf eine noch ältere Kirchengründung schließen lassen. Der Vorgänger der heutigen Basilika war die St.-Michael-Kirche, die 1198 während eines Konflikts zwischen Otto IV. und Philipp von Schwaben schwer beschädigt wurde. Aus den Überresten dieses Vorgängers, insbesondere dem freistehenden Glockenturm im Nordosten, entstand ab etwa 1200 unter Erzbischof Johann I. der Neubau der Kirche. Diese wurde bis etwa 1250 vollendet und gilt als dreischiffige Emporenbasilika im rheinischen Übergangsstil. Besonders bemerkenswert ist die architektonische Ausstattung des Mariendoms. Die vier Türme, darunter der erhaltene Nordostturm des früheren Bauwerks sowie der imposante Westbau mit seinen charakteristischen Türmen, prägen das äußere Erscheinungsbild. Im Inneren beeindrucken die hohen Emporen, die kunstvollen romanischen Details und die räumliche Struktur der Basilika. Die Bauform spiegelt sowohl die religiöse als auch die politische Bedeutung Andernachs im Hochmittelalter wider. Die Kirche wurde vermutlich im frühen 13. Jahrhundert geweiht, obwohl die Bauarbeiten noch über Jahrzehnte andauerten. Im Volksmund wird die Kirche auch als Liebfrauenkirche oder kurz „Dom“ bezeichnet – eine Bezeichnung, die ihre besondere Stellung unter den Kirchen der Region unterstreicht. Sie ist nicht nur ein Ort der religiösen Andacht, sondern auch ein Kulturdenkmal von hohem historischen Wert. Ihre Funktion als Pfarrhaus unterstreicht ihre enge Bindung an die Bürger der Stadt Andernach. Die räumliche Nähe zur antiken Stadtmauer und die Integration des alten Glockenturms verdeutlichen die kontinuierliche Entwicklung des Ortes vom römischen Kastell zur modernen Stadt. Heute steht der Mariendom als sehenswertes Bauwerk für Besucher offen und lädt sowohl Gläubige als auch Interessierte ein, die reiche Geschichte und Architektur hautnah zu erleben. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,40 von 5 Sternen bei 13 Bewertungen wird die Kirche als lohnenswertes Reiseziel empfohlen. Sie bleibt ein zentraler Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt und ein beeindruckendes Beispiel für romanische Sakralarchitektur in Rheinland-Pfalz.

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Häufige Fragen zu Mariendom

Was ist der Mariendom in Andernach?
Der Mariendom, auch Liebfrauenkirche genannt, ist die römisch-katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Andernach. Es handelt sich um eine mächtige Emporenbasilika mit vier Türmen, die seit 1194 Eigenkirche des Erzbischofs von Trier war. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde der heutige Mariendom erbaut?
Der heutige Mariendom wurde ab etwa 1200 unter Erzbischof Johann I. als dreischiffige Emporenbasilika im rheinischen Übergangsstil neu errichtet und war bis etwa 1220 fertiggestellt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hat der Mariendom heute?
Heute ist der Mariendom eine der ältesten Kirchen der Pfarrei St. Marien in Andernach und wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Die Pfarrei wurde am 1. Januar 2022 neu gegründet. Stand Juni 2026.

Quelle: website