Denkmal/Gedenkstätte

Eichbaum Ober-Bessingen

An d. Pforte, 35423 Lich

Highlights

  • Ober-Bessingen (Eichbaum) erhielt 1907 eine Wasserversorgung, 1921 wurde der Ort elektrifiziert und 1973 kanalisiert.
  • Seit 1999 organisiert die Eichbaumgruppe jährlich einen Seniorennachmittag für Einwohner ab 65 in Ober-Bessingen.

Tipps

  • Der historische Wasserkraftbetrieb aus dem Jahr 1907 zeigt die technische Entwicklung der Region und bietet Einblicke in die lokale Infrastrukturgeschichte.
  • Die Elektrifizierung von 1921 wird an technischen Anlagen oder Dokumenten nachvollziehbar, die die frühe Modernisierung Ober-Bessingens dokumentieren.
  • Kanalisationsmaßnahmen seit 1973 sind in der Infrastruktur erkennbar und spiegeln die langfristige Planung für eine moderne Wasserversorgung wider.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Eichbaum Ober-Bessingen bei Lich

Der Eichbaum Ober-Bessingen in Lich ist ein historisch bedeutsames Wahrzeichen, das tief in der Entwicklung des Ortes verwurzelt ist. Als zentraler Punkt der Infrastruktur prägte er seit seiner Inbetriebnahme die Lebensbedingungen der Bewohner. Die Wasserversorgung ging bereits im frühen 20. Jahrhundert in Betrieb, was einen entscheidenden Fortschritt für die Versorgungssicherheit darstellte. Später folgte 1921 die Elektrifizierung, die Ober-Bessingen in die moderne Zeit überführte und den Alltag der Einwohner nachhaltig veränderte.

Ein besonderes Merkmal des Eichbaums ist seine Rolle als technisches und soziales Zentrum. Seit 1973 ist der Ort kanalisiert, was die Hygiene und Infrastruktur weiter verbesserte. Die Eichbaumgruppe, die seit 1999 aktiv ist, veranstaltet jährlich einen Seniorennachmittag für die Einwohner ab 65 Jahren – ein Zeichen für die lebendige Gemeinschaftsbindung und den Respekt vor der lokalen Geschichte. Der Eichbaum steht damit nicht nur für technische Innovation, sondern auch für den Zusammenhalt der Bevölkerung.

Die historische Bedeutung des Eichbaums lässt sich bis in frühere Epochen zurückverfolgen. Ober-Bessingen war bereits im Mittelalter Teil der Region um Lich, die von adligen Herrschaften wie den Grafen von Solms geprägt wurde. Die Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchiv belegen die enge Verbindung zur lokalen Herrschaftsgeschichte. Obwohl der Eichbaum selbst nicht direkt in mittelalterlichen Quellen erwähnt wird, spiegelt er die stetige Weiterentwicklung der Infrastruktur wider – von der Wasserversorgung über die Elektrifizierung bis hin zur modernen Kanalisation.

Als historisches Denkmal verkörpert der Eichbaum die Fortschritte, die Lich und seine Ortsteile durch die Jahrhunderte gemacht haben. Er steht für die Anpassungsfähigkeit einer Gemeinschaft, die sich stets neuen Herausforderungen gestellt hat. Ob als technisches Meisterwerk oder als Ort des sozialen Austauschs – der Eichbaum bleibt ein Symbol für die Identität Ober-Bessingens und seinen Platz in der Geschichte der Region.

Besucher können hier nicht nur die technische Entwicklung nachvollziehen, sondern auch die lebendige Tradition einer Dorfgemeinschaft erleben. Die Eichbaumgruppe und die regelmäßigen Veranstaltungen zeigen, wie Geschichte und Gegenwart hier Hand in Hand gehen. Der Eichbaum ist damit mehr als ein Objekt – er ist ein lebendiges Stück Lichs und seiner Bewohner.

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