Naturschutzgebiet

Eselsbett und Schwarzes Bruch

33165 Lichtenau

Highlights

  • Eselsbett und Schwarzes Bruch sind zwei Moore in Lichtenau, seit 1970 unter Naturschutz und 2014 als FFH-Gebiet anerkannt.
  • Das 294 Hektar große Gebiet wird vom Odenheimer Bach durchflossen und war durch Torfabbau stark beeinträchtigt.
  • Im Zuge eines LIFE-Projekts (2013–2019) erfolgte die Renaturierung, u. a. durch Entkusselung und Wasserhaushaltsmaßnahmen.

Tipps

  • Bei Besuchen von Eselsbett und Schwarzes Bruch empfiehlt sich wetterfeste Kleidung, da das Gebiet durch seine Lage im Eggegebirge besonders nass sein kann.
  • Hunde sollten an der Leine geführt werden, um den empfindlichen Moorbereich und die Tierwelt nicht zu stören.
  • Zum Beobachten seltener Arten wie des Wachtelkönigs oder verschiedener Libellen ist ein Fernglas hilfreich.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Ausflug Natur Schutz NSG Eselsbett und Schwarzes Bruch Lichtenau

Das Naturschutzgebiet „Eselsbett und Schwarzes Bruch“ liegt im nordrhein-westfälischen Lichtenau im Kreis Paderborn und zählt zu den bedeutendsten Moorgebieten der Region. Seit 1970 unter Naturschutz stehend, wurde es zusätzlich 2014 als europäisches Fauna-Flora-Habitat-Gebiet anerkannt. Die rund 294 Hektar große Schutzfläche befindet sich am Westrand des Eggegebirges und profitiert von hohen Niederschlagsmengen, die die Entstehung und Erhaltung der Moore begünstigen. Das Gelände wird vom Odenheimer Bach durchflossen, der maßgeblich zur Wasserversorgung des Gebiets beiträgt.

Das Eselsbett ist ein großflächiges Moor mit allen Übergängen vom Hoch- zum Flachmoor und weist eine bis zu zwei Meter mächtige Hochmoorschicht auf. Es beherbergt vielfältige Pflanzengesellschaften wie Feuchtweiden, Flutrasen, Borstgrasweiden sowie verschiedene Seggen- und Röhrichtbestände. Im Südteil des Moorgebiets finden sich zudem Quellen und naturnahe Bachabschnitte des Odenheimer Baches. Diese Bereiche bieten Lebensraum für zahlreiche selten gewordene Arten, darunter Torfmoose, Scheiden-Wollgras und Pfeifengras. Um das Moor erstreckt sich landwirtschaftlich genutztes Grünland, das als wichtiger Bestandteil des Biotopverbunds fungiert.

Das Schwarze Bruch liegt landschaftlich günstig am Westhang des Eggegebirges und bildet ein weiteres zentrales Moorgebiet des Naturschutzgebietes. Im Südteil des Bruchs sind noch ungestörte Hochmoorflächen mit tiefer Torfschicht und moorigen Schlenken erhalten. Diese Strukturen bieten ideale Lebensbedingungen für Moose, seltene Pflanzengesellschaften und verschiedene Tierarten. Vereinzelte Kiefern, Fichten und Weidenbüsche prägen das Moorwäldchen, während im Umfeld kleinere Flächen mit Borstgrasrasen und nassen Grünlandbereichen anzutreffen sind. Besonders im Zuge des LIFE-Projektes der EU wurden hier Maßnahmen zur Wiederherstellung der natürlichen Wasserführung durchgeführt.

Ein weiteres schützenswertes Element des Gebiets ist der Teichkomplex zwischen Eselsbett und Schwarzes Bruch. Dort finden sich unter anderem dystrophe Teiche – seltene Formen von Moorgewässern –, die von typischen Sumpf- und Teichpflanzen gesäumt werden. Diese Gewässer sind besonders wichtig für den Erhalt von Libellen und anderen Tierarten, die auf stehende Kleingewässer angewiesen sind. Durch die Renaturierung konnten nicht nur die Wasserstände stabilisiert, sondern auch die natürliche Vegetation und Tierwelt gefördert werden.

Das Naturschutzgebiet „Eselsbett und Schwarzes Bruch“ gilt als international bedeutsamer Moorkomplex mit hoher Artenvielfalt und vielfältigen Lebensräumen. Es bietet nicht nur Schutz für seltene Pflanzen- und Tierarten, sondern dient auch als wichtige Fläche im Biotopverbund der Region. Besucher schätzen die unberührte Natur und die guten Beobachtungsmöglichkeiten für Wildtiere. Mit einem durchschnittlichen Bewertungsnote von 5,0 auf Google wird das Gebiet regelmäßig als einer der schönsten und artenreichsten Naturorte der Umgebung beschrieben.

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Häufige Fragen zu Eselsbett und Schwarzes Bruch

Was sind das Eselsbett und das Schwarze Bruch?
Eselsbett und Schwarzes Bruch sind zwei Moore im Stadtgebiet von Lichtenau im Kreis Paderborn, die seit 1970 unter Naturschutz stehen. Sie gehören zu einem etwa 294 Hektar großen Naturschutzgebiet und sind auch als europäisches Fauna-Flora-Habitat-Gebiet geschützt.

Quelle: wikipedia

Warum sind die Moore unter Naturschutz gestellt?
Die Moore sind unter Naturschutz gestellt, um seltene und gefährdete Lebensräume wie Hochmoore, Feuchtwiesen und Borstgrasrasen zu erhalten. Sie beherbergen viele geschützte Tier- und Pflanzenarten und tragen zur biologischen Vielfalt bei.

Quelle: website

Welche Maßnahmen wurden zur Renaturierung ergriffen?
Im Rahmen eines LIFE-Projekts (2013–2019) wurden Gehölze entfernt und Wasserabflüsse geschlossen, um die Moore wieder zu vernässen und die natürlichen Lebensräume zu fördern.

Quelle: wikipedia

Welche Biotope gibt es im Naturschutzgebiet?
Zu den schutzwürdigen Biotoptypen gehören dystrophe Teiche, Hoch- und Übergangsmoore, Feuchtwiesen, Borstgrasrasen sowie naturnahe Bachläufe mit Erlenwäldern.

Quelle: website

Welche Rolle spielt der Odenheimer Bach im Gebiet?
Der Odenheimer Bach durchfließt das Naturschutzgebiet und versorgt es mit Wasser. Er prägt die Feuchtbiotope und trägt zur Erhaltung der Moor- und Feuchtgebiete bei.

Quelle: wikipedia