Parks & Gärten

Feuchtwiesen am Bullerbach

49536 Lienen

Highlights

  • Das NSG Feuchtwiesen am Bullerbach in Lienen umfasst 295,6 Hektar und schützt naturnahe Bachläufe sowie Feucht- und Nassgrünland.
  • Wertbestimmende Elemente sind artenreiche Wiesen, Hecken, Feldgehölze und zwei naturnahe Sandbäche mit Ufergehölzen.
  • Ziel ist die Erhaltung gefährdeter Pflanzen- und Tierarten, der typischen Parklandschaft und des regionalen Biotopverbundes.

Tipps

  • Das Gelände ist gut zu Fuß zu erkunden – feste Schuhe empfehlen sich wegen feuchter Stellen.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr und Sommer wegen der artenreichen Pflanzenwelt.
  • Die nahegelegenen Sandbäche mit Ufergehölzen bieten lohnende Beobachtungsmöglichkeiten für Naturinteressierte.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Feuchtwiesen am Bullerbach

Das Naturschutzgebiet „Feuchtwiesen am Bullerbach“ liegt im nordrhein-westfälischen Lienen im Kreis Steinfurt. Es erstreckt sich in einer sanft geschwungenen Niederung südlich der Ortslage und umfasst eine Fläche von rund 295 Hektar. Das Gebiet wird geprägt von einem vielfältigen Landschaftsbild, das aus feuchten und nassen Grünlandflächen, Hecken, Feldgehölzen sowie naturnahen Bachläufen besteht. Nördlich verläuft der Mühlenbach, im Süden der Bullerbach, die beide durch das Schutzgebiet fließen und maßgeblich zum charakteristischen Erscheinungsbild beitragen.

Im Fokus des Naturschutzes stehen die Erhaltung und Wiederherstellung wertvoller Biotopstrukturen. Dazu gehören artenreiche Feuchtgrünlandflächen, Nasswiesen, Magerwiesen sowie strukturreiche Uferbereiche entlang der Bäche. Die Landschaft wird durch zahlreiche kleine Stillgewässer, Tümpel und ein verzweigtes Grabensystem geprägt, das zur Erhaltung hoher Grundwasserstände beiträgt. Die typischen Sandbäche mit ihren natürlichen Ufergehölzen und einzelnen Bachschleifen sind besonders schutzwürdig. Hinzu kommen verschiedene Kleingehölze, Hecken und Baumgruppen, die als Lebensräume und Verbindungswege im Biotopverbund fungieren.

Das Schutzgebiet ist Teil eines größeren Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung. Direkt angrenzend befindet sich das Naturschutzgebiet „Flaaken“, mit dem es einen zusammenhängenden Feuchtwiesenkomplex bildet. Insgesamt erstreckt sich das Landschaftsschutzgebiet über mehrere Teilflächen und weist eine Vielzahl von Biotoptypen auf, darunter Magere Flachland-Mähwiesen, mesophile und nasse Grünlandtypen sowie schutzwürdige Moor- und Bruchwaldflächen. Auch verschiedene Lebensräume mit seltenen Pflanzenarten sind im Gebiet nachgewiesen.

Ein zentrales Ziel der Naturschutzmaßnahmen ist die langfristige Erhaltung und Pflege der vielfältigen Strukturen. Dazu zählt die Umwandlung ehemaliger Ackerflächen in artenreiches Grünland sowie die Wiedervernässung von entwässerten Bereichen. Die Erhaltung von Totholz, Altholz sowie die fachgerechte Pflege der Gehölzstrukturen sind weitere wichtige Aspekte. Auch die Offenhaltung von lichtbedürftigen Pflanzenstandorten durch gezielte Maßnahmen trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.

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