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Kerbtal am Mührenknapp

49536 Lienen

Highlights

  • Das NSG Kerbtal am Mührenknapp in Lienen schützt einen naturnahen Bachabschnitt mit Erlen-Eschenwald und Quellbereichen.
  • Das Gebiet beherbergt seltene Pflanzen wie Bitteres Schaumkraut und Riesen-Schachtelhalm sowie wertvolle Feuchtbiotope.
  • Es dient als Teil eines regionalen Biotopverbundes und schützt Laubholzbestände sowie extremseltene Bodentypen.

Tipps

  • Das Kerbtal am Mührenknapp ist ein Naturschutzgebiet mit seltenen Feuchtbiotopen und Laubwäldern – ideal für Naturliebhaber.
  • Bitte keine Spuren hinterlassen: Müll oder Pflanzen sollten nicht entfernt oder beschädigt werden.
  • Anliegende Quellbereiche und Hochstaudenfluren sind besonders empfindlich – auf Wegen bleiben und Tiere schonen.

Eigenschaften

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Über Kerbtal am Mührenknapp

Das Naturschutzgebiet Kerbtal am Mührenknapp liegt im nordrhein-westfälischen Lienen im Kreis Steinfurt. Es zählt zu den geschützten Landschaftsflächen des Landes und wurde rechtswirksam festgelegt, um besonders wertvolle ökologische Strukturen langfristig zu erhalten. Das etwa einen Hektar große Areal erstreckt sich entlang eines feuchten Bachtals und umfasst verschiedene Lebensräume, darunter naturnahe Flussabschnitte, Quellbereiche sowie einen bachbegleitenden Erlen-Eschen-Wald.

Im Kerbtal dominieren feuchte Waldstandorte mit Schwarz-Erle und Esche, die auf sickerfeuchten und quelligen Böden wachsen. In der Krautschicht finden sich seltene Pflanzenarten wie der Riesen-Schachtelhalm sowie das Bittere Schaumkraut, das hier stellenweise dichte Bestände bildet. Weitere typische Arten des feuchten Waldes sind der Frauenfarn, die Große Brennessel, der Große Dornfarn und die Sumpf-Segge. Im unmittelbaren Umfeld des Baches entwickelt sich zudem ein artenreiches Flussauenwald-Pflanzengefüge, das durch den hohen Anteil an autochthonen Gehölzen und struktureller Vielfalt gekennzeichnet ist.

Das Schutzziel des Gebiets umfasst mehrere Aspekte: Es dient dem Erhalt seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, schützt Quell- und Röhrichtbereiche mit Hochstaudenflur, bewahrt Laubholzbestände mit Altholzanteil und fördert den Erhalt von Bodentypen mit extremen Standortbedingungen. Darüber hinaus trägt das Naturschutzgebiet zum regionalen Biotopverbund bei. Besondere Bedeutung kommt dem Erle-Eschen-Wald zu, der in Verbindung mit benachbarten feuchten Bachtälern ein vernetzendes Biotop darstellt. Gefährdungen gehen unter anderem von der Ausbreitung nicht heimischer Neophyten wie dem Drüsigen Springkraut aus, dessen weiterer Verbreitung durch gezielte Maßnahmen entgegengewirkt werden soll.

Das Kerbtal am Mührenknapp ist Teil eines größeren ökologischen Systems und grenzt direkt an das benachbarte Bundesland Niedersachsen. Die Fläche wird in der amtlichen Biotopkartierung unter mehreren Kennungen geführt, darunter ein Laubwaldbereich mit Quellsumpf entlang der Holperdorper Straße. Diese Teilfläche zeigt deutlich die Besonderheit des Standorts: ein schmaler Bachabschnitt mit Sickerquellen, von Erlen und Eschen geprägte Uferbereiche sowie charakteristische Feuchtbiotope, die in ihrer Gesamtheit einen wichtigen Lebensraum für heimische Arten darstellen.

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