Denkmal/Gedenkstätte

Angelika Doeblin

54470 Bernkastel-Kues

Highlights

  • Angelika Doeblin heiratete 1915 den Arzt Salomon Doeblin in Bernkastel-Kues.
  • Sie lebte mit ihm in Köln in einfachen Verhältnissen, um der NS-Verfolgung zu entgehen.
  • Das Ehepaar kehrte 1945 nach Bernkastel-Kues zurück und starb bei einem Bombenangriff.

Tipps

  • In Bernkastel-Kues lohnt sich ein Besuch des ehemaligen Praxisgebäudes von Salomon Doeblin, heute ein denkmalgeschütztes Ensemble im historischen Stadtkern.
  • Das ehemalige Lazarettgelände in der Nähe des Ortes ist heute ein kultureller Treffpunkt und beherbergt wechselnde Ausstellungen zur Regionalgeschichte.
  • Ein Spaziergang entlang der Mosel führt an historischen Plätzen vorbei, an denen einst jüdische Familien wie die Doeblins lebten und wirkten.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Angelika Doeblin Bernkastel-Kues

Angelika Doeblin ist ein bedeutender kultureller und historischer Ort in Bernkastel-Kues, der eng mit dem Leben des jüdischen Arztes Dr. Salomon Doeblin verbunden ist. Gemeinsam mit ihrer Familie lebte sie in einer Zeit, die von beruflichem Erfolg, aber auch von politischer Verfolgung und menschlichem Leid geprägt war. Die Gedenkstätte erinnert nicht nur an das Schicksal des Ehepaares Doeblin, sondern steht auch symbolisch für die jüdische Gemeinschaft Bernkastel-Kues’ und die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf das rheinland-pfälzische Leben.

Salomon Doeblin, geboren in Bernkastel, absolvierte nach seiner Schulzeit in der Region ein Medizinstudium in Berlin und trat danach in den preußischen Sanitätsdienst ein. Als Militärarzt wurde er unter anderem an der Westfront im Ersten Weltkrieg eingesetzt und später zum Chefarzt eines Lazaretts befördert. Nach dem Krieg kehrte er in die Stadt zurück, wo er die ärztliche Praxis seines Vaters übernahm. 1915 heiratete er Angelika Antonia Stöck, die Tochter eines einheimischen Apothekers. Die Ehe verlieh dem Paar nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gewisse gesellschaftliche Stabilität in der Region.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Einführung der Nürnberger Rassegesetze wurde das Leben der jüdischen Bevölkerung zunehmend eingeschränkt. Salomon Doeblin musste 1935 seine Praxis aufgeben. Nach der Reichspogromnacht 1938 floh das Ehepaar Doeblin nach Köln, um sich vor Verfolgung zu schützen. In der anonymen Großstadt verbrachten sie die Kriegsjahre unter schwierigen Bedingungen. Ihre Entscheidung, 1945 erneut in die Heimatstadt zurückzukehren, sollte tödlich enden: Bei einem Bombenangriff auf die Eisenbahnbrücke in Bullay kamen beide bei einem Zugunglück ums Leben.

Heute erinnern mehrere Stolpersteine in Bernkastel-Kues und Trier an das Schicksal der Doeblins. Ihre sterblichen Überreste ruhen in einem Sammelgrab auf dem Ehrenfriedhof Prinzenkopf bei der Marienburg. Die Gedenkstätte Angelika Doeblin steht somit nicht nur für ein individuelles Schicksal, sondern für die kollektive Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in der Region. Sie lädt dazu ein, innezuhalten und sich mit einer Zeit auseinanderzusetzen, die tiefgreifende Spuren in der Geschichte des Landkreises Bernkastel-Wittlich hinterlassen hat.

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Häufige Fragen zu Angelika Doeblin

Wer war Angelika Doeblin?
Angelika Doeblin, geborene Stöck, war die Ehefrau des Arztes Salomon Doeblin. Sie heiratete 1915 und lebte mit ihm in Bernkastel-Kues, später in Köln. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welchen Nachnamen hatte Angelika Doeblin vor der Heirat?
Vor der Heirat hieß Angelika Doeblin geborene Stöck. Sie war die Tochter des Apothekers Anton Stöck aus Bernkastel-Kues. {stand}.

Quelle: wikipedia

Wann heiratete Angelika Doeblin Salomon Doeblin?
Angelika Doeblin heiratete Salomon Doeblin im Jahr 1915. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum verließ Angelika Doeblin Bernkastel-Kues?
Angelika Doeblin und ihr Mann verließen Bernkastel-Kues nach der Reichspogromnacht 1938 und lebten fortan untergetaucht in Köln. {stand}.

Quelle: wikipedia