Kirche St. Peter
Highlights
- Die katholische Pfarrkirche St. Peter in Lieser wurde 1782 als kreuzgewölbter Saalbau errichtet.
- Der unverputzte Turm entstand nach einem Brand 1860 bis 1861 neu.
- Die Kirche steht auf einem Felsvorsprung und ist zusammen mit dem Kriegerdenkmal und der Gruftkapelle unter Denkmalschutz.
Eigenschaften
Über Kirche St. Peter
Die katholische Kirche St. Peter thront erhaben auf einem Felsvorsprung über dem moselgrünen Weindorf Lieser im Herzen des Rheinland-Pfalz und überragt das Unterdorf mit ihrer markanten Silhouette. Die im 18. Jahrhundert erbaute Sakralbautik ist ein kreuzgewölbter Saalbau, der durch seine besondere Lage und Architektur nicht nur Gläubige, sondern auch Besucher mit kulturellem Interesse anzieht. Der unverputzte Turm, der nach einem verheerenden Brand des 19. Jahrhunderts neu errichtet wurde, ragt nach Süden und prägt das Stadtbild von Lieser. Aufgrund ihrer exponierten Lage bietet die Kirche zudem einen beeindruckenden Ausblick über das Dach der Gemeinde und das romantische Moseltal.
Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück – die erste urkundliche Er Erwähnung datiert aus dem Mittelalter. Über Jahrhunderte hinweg wechselte das Patronatsrecht mehrfach, ehe schließlich der heilige Petrus zum alleinigen Schutzpatron erhoben wurde. Der heutige Kirchenbau entstand, nachdem der Vorgängerbau baufällig geworden war, durch Umbauarbeiten unter Leitung namhafter Architekten jener Zeit. Dabei wurde das Kirchenschiff neu errichtet, während der alte Turm integriert wurde. Die Gemeinde leistete damals ihren Beitrag durch Hand- und Spanndienste, was die enge Verbindung zwischen Kirche und Dorf unterstreicht.
Ein schwerer Brand im 19. Jahrhundert forderte große Teile des Ortes sowie die Kirche selbst. Die Flammen zerstörten Dach und Turmspitze fast vollständig, und selbst die Glocken schmolzen. Doch bereits im Anschluss wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Der neue Turm erhielt einen neugotisch-romanischen Stil und zeigt bis heute eine Rokoko-Kartusche mit dem Brustbild des heiligen Petrus über dem Eingang. Die Kombination aus historischen Bauelementen und restaurativen Eingriffen macht die Kirche zu einem stimmungsvollen Zeugnis vergangener Epochen.
Neben ihrem kulturellen und historischen Wert ist die Kirche St. Peter auch ein Ort der Ruhe und Besinnung. Der direkt angrenzende Friedhof, auf dem sich unter anderem die Gruftkapelle der Familie von Schorlemer befindet, lädt zum Verweilen ein. Auch das Kriegerdenkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs unterstreicht die Bedeutung des Ortes für die Dorfgemeinschaft. Zahlreiche Besucher bestätigen: Der Aufstieg zu der Kirche lohnt sich – sowohl wegen der architektonischen Besonderheiten als auch wegen des herrlichen Rundblicks vom Kirchhof aus.