Museum

Die Käseglocke

Lindenallee, 27726 Worpswede

Highlights

  • Die Käseglocke ist ein 1926 nach Entwurf des Architekten Bruno Taut erbauter Rundbau mit 130 m² Wohnfläche auf nur 10 m Durchmesser.
  • Das Museum zeigt Kunsthandwerk von Worpsweder Künstlern wie Heinrich Vogeler, Bernhard Hoetger und Willi Ohler in Glas, Keramik, Metall und Möbeln.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
  • Die Sammlung umfasst originale Kunsthandwerksstücke aus Glas, Keramik, Metall und Textilien von Worpsweder Künstlern wie Heinrich Vogeler oder Bernhard Hoetger.
  • Ein besonderes Exponat ist die bronzene Pfautürklinke aus dem Jugendstil-Prunkzimmer von Heinrich Vogeler, die als Leihgabe präsentiert wird.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur in Worpswede: Die Käseglocke Museum

Die Käseglocke in Worpswede ist ein einzigartiges Museum für Kunsthandwerk, das in einem architektonisch außergewöhnlichen Rundbau untergebracht ist. Das skurrile Wohnhaus entstand 1926 als privates Projekt des Schriftstellers und ersten Gästeführers des Künstlerdorfes, Edwin Koenemann. Der Entwurf stammte vom renommierten Architekten Bruno Taut, dessen moderner Stil dem Bau seinen markanten Charakter verleiht. Mit einem Durchmesser von nur zehn Metern bietet die Käseglocke dennoch über 130 Quadratmeter Wohnfläche – ein Beweis für Tauts kreativen Umgang mit Raum und Form.

Seit 2001 wird das Gebäude vom Verein „Freunde Worpswedes“ als Museum genutzt und präsentiert eine vielseitige Sammlung von Worpsweder Kunsthandwerk. Die Ausstellung umfasst Originalwerke aus Glas, Keramik, Metall, Webereien, Porzellan sowie Möbeln von bedeutenden Künstlern wie Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger. Besonders hervorzuheben ist die Bronzetürklinke in Pfauengestalt, eine Leihgabe aus dem von Vogeler im Jugendstil eingerichteten Prunkzimmer. Zudem bereichert die „Mondsichelmadonna“ von Otto Gothe aus den 1920er Jahren die Sammlung, eine Stiftung des Mitglieds Claus Glüsing.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf den Arbeiten der Worpsweder Kunsthütten, die 1923 von Bernhard Hoetger gegründet wurden. Hier werden handwerkliche Meisterleistungen aus Keramik, Glas und Metall gezeigt, die das handwerkliche Erbe des Künstlerdorfes lebendig halten. Regelmäßig erweitert sich die Sammlung durch Schenkungen, Vererbungen oder Leihgaben – darunter Werke von Edith Heinze, Sophie Wencke oder Heide Weichberger. Die Käseglocke verbindet so Tradition mit zeitgenössischer Handwerkskunst und lädt Besucher ein, die Vielfalt des Worpsweder Schaffens zu entdecken.

Idyllisch am Wanderweg zwischen der Großen Kunstschau und dem Barkenhoff gelegen, bietet die Käseglocke nicht nur kulturellen Genuss, sondern auch eine entspannte Atmosphäre. Der barrierefreie Zugang und der umgebende Garten runden das Erlebnis ab.

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