Denkmal/Gedenkstätte

Dreiseitel

Aachener Str. 1013, 50859 Lindenthal

Highlights

  • Dreiseitel in Lindenthal zeigt seit 1971 Kunst von Martine Andernach, Frank Dömer und Antoni Clavé in einer Dauerausstellung.
  • Galerie Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien, präsentiert Werke wie Tàpies‘ Farbradierungen oder Henns ‚Lichtspuren‘ mit Röntgenfotos.
  • Regelmäßige Werkschauen wie Jacobs‘ Collagen (1983–2002) oder Dömers neue Bilder ergänzen das Programm.

Tipps

  • Die Dauerausstellung zeigt Werke von Künstlern wie Martine Andernach, Frank Dömer und Antoni Clavé, die einen Einblick in verschiedene künstlerische Strömungen bieten.
  • Die Präsentation von Antoni Tàpies umfasst neun Farbradierungen mit drei Druckvarianten pro Originalplatte aus den Jahren 1947 bis 1948.
  • Besucher können sich über die Pariser Jahre von Wilhelm Lehmbruck und Henri Laurens in separaten Ausstellungsbereichen informieren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Dreiseitel Lindenthal: Kulturdenkmal entdecken

Das Dreiseitel in Lindenthal ist eine bedeutende Galerie und ein kulturelles Zentrum für zeitgenössische Kunst. Gegründet im Jahr 1971 von Helmut Dreiseitel, der auch Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien war, hat sich die Einrichtung zu einem wichtigen Ort für künstlerische Präsentationen entwickelt. Das Dreiseitel widmet sich seit seiner Eröffnung der Förderung und Ausstellung international renommierter Künstler:innen, wobei der Fokus auf modernen und avantgardistischen Strömungen liegt.

Besonders hervorzuheben sind die langjährigen Kooperationen mit bedeutenden Künstlern wie Martine Andernach, Frank Dömer und Antoni Clavé. Die Galerie zeigt regelmäßig Dauer- und Wechselausstellungen, die oft thematisch oder stilistisch verknüpft sind. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Werken der klassischen Moderne und der Nachkriegszeit, etwa durch die Präsentation von Christa Henn mit ihren experimentellen Lichtspuren oder von Henri Laurens und Wilhelm Lehmbruck, deren Pariser Schaffensphasen hier dokumentiert werden.

Das Programm umfasst auch Werkschauen einzelner Künstler:innen, wie die umfassende Retrospektive von Marion Jacobs, die Collagen aus den Jahren 1983 bis 2002 präsentierte. Zudem wurden bedeutende internationale Positionen wie Antoni Tàpies mit seinen farbenprächtigen Radierungen oder Connie M. (u. a. mit Mappenwerken) gezeigt. Die Galerie pflegt dabei eine enge Verbindung zu Privatsammlern und veröffentlicht oft begleitende Publikationen, etwa ein Werksverzeichnis im Zusammenhang mit einer Ausstellung.

Als Exponat im Sinne einer lebendigen Kunstsammlung verbindet das Dreiseitel Tradition und Innovation. Die Ausstellungen sind nicht nur Ausstellungsräume, sondern auch Orte des Dialogs zwischen Kunstwerken und Publikum. Durch die gezielte Auswahl von Werken und Künstler:innen wird ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen abgedeckt – von abstrakten Kompositionen bis hin zu konzeptuellen Installationen. Damit leistet das Dreiseitel einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Landschaft Lindenthals und der Region.

Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der gezeigten Medien: Neben Malerei und Grafik werden auch Röntgenfotografien, Lithografien und Collagen präsentiert. Die Galerie unterstreicht damit ihre Rolle als Plattform für experimentelle künstlerische Ansätze, die über reine Ästhetik hinausgehen und gesellschaftliche oder philosophische Fragen aufwerfen. Für Kunstinteressierte und Sammler:innen ist das Dreiseitel somit ein unverzichtbarer Ort der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer und klassischer Moderne.

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