Archäologische Stätte

Stein im Herrensand

In den Dillen 3, 49699 Lindern (Oldenburg)

Highlights

  • Das Ganggrab Hünensteine in Lindern (Oldenburg) ist ein neolithisches Bauwerk der Trichterbecherkultur.
  • Die Anlage besteht aus einer 5,9 × 1,7 Meter großen Kammer mit zwei Decksteinen und zehn Tragsteinen.
  • Es liegt westlich von Lindern im Landkreis Cloppenburg und gehört zur Straße der Megalithkultur.

Tipps

  • Das Ganggrab ist über einen Waldweg erreichbar und sollte bei nasser Witterung vorsichtig betreten werden.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders bei trockener Witterung, da die Steine dann besser sichtbar und begehbar sind.
  • In der Nähe befindet sich die Megalithanlage Schlingsteine, die ebenfalls einen Abstecher wert ist.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Stein im Herrensand

Der Stein im Herrensand ist ein bedeutendes archäologisches Denkmal im Ort Lindern im Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen. Es handelt sich bei dem Fundament um ein neolithisches Ganggrab, das der Trichterbecherkultur zugeordnet wird. Die Anlage ist Teil der sogenannten Straße der Megalithkultur und zählt zu den ältesten kulturhistorischen Zeugnissen der Region. Die archäologische Stätte liegt westlich von Lindern im Waldgebiet und ist sowohl für ihre historische Relevanz als auch ihre landschaftliche Einbettung bekannt.

Die Struktur des Ganggrabes ist nordwest-südost ausgerichtet und weist eine Kammer mit den Maßen 5,9 mal 1,7 Metern auf. Zwei Decksteine bedecken die Kammer, wobei der größere einen beachtlichen Umfang von 2,5 mal 1,6 mal 1,5 Metern hat. Zehn Tragsteine sind noch heute erhalten, teils in ihrer ursprünglichen Position, teils leicht versetzt. Auffällig ist, dass weder Hügelreste noch Einfassungssteine erhalten geblieben sind, was die archäologische Bedeutung der erhaltenen Struktur unterstreicht. Die Anlage ist unter der Sprockhoff-Nummer 962 registriert.

Der Stein im Herrensand gehört zu den sogenannten Hünensteinen, einer Form der nordischen Megalitharchitektur, die vor allem in Norddeutschland und Skandinavien verbreitet ist. Diese Bauwerke dienten in der Jungsteinzeit als Grabanlagen für wichtige Mitglieder der damaligen Gemeinschaften. Die exakte Funktion und Bedeutung der Anlage wird bis heute von Archäologen und Forschern untersucht. Ihre Erhaltung ist von großer kulturhistorischer Wichtigkeit, da sie Einblicke in die Lebensweise und Rituale der frühen Landbewohner ermöglicht.

In unmittelbarer Nähe befindet sich eine weitere bemerkenswerte Megalithanlage – die Schlingsteine –, die zusammen mit dem Stein im Herrensand ein archäologisch interessantes Umfeld in Lindern bilden. Beide Stätten laden dazu ein, die Urgeschichte der Region hautnah zu erleben und die Spuren vergangener Epochen zu erkunden. Die Anlage ist für Besucher zugänglich und lädt zu Wanderungen und kulturhistorischen Exkursionen ein.

Der Stein im Herrensand ist somit nicht nur ein archäologisch wertvolles Objekt, sondern auch ein lohnendes Ausflugsziel für alle, die sich für die Frühgeschichte Nordwestdeutschlands interessieren. Die Stätte vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der technischen und kulturellen Leistungsfähigkeit der Menschen der Jungsteinzeit und trägt maßgeblich zur kulturellen Identität der Region bei.

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