Museum

Deutsches Glasmalerei-Museum

Rurstraße 9-11, 52441 Linnich

Tipps

  • Das Museum zeigt auf 1400 qm Fläche historische und zeitgenössische Glasmalereien, darunter Werke bekannter Künstler.
  • In der Werkstatt im Erdgeschoss wird die Herstellung von Glasmalereien live vorgeführt.
  • Das Museum ist in einer ehemaligen Wassermühle aus dem Jahr 1608 untergebracht, die in den 1990er Jahren umgebaut wurde.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Deutsches Glasmalerei-Museum

Das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich ist die einzige Einrichtung ihrer Art in Deutschland und widmet sich der besonderen Kunst der Flachglasmalerei. Es befindet sich in einer ehemaligen kurfürstlichen Getreidemühle aus dem 17. Jahrhundert, die über den historischen Mühlenteich – einem Abzweig der Rur – betrieben wurde. Nach der Stilllegung der Mühle in den 1960er Jahren wurde das Gebäude in den 1990er Jahren umfassend umgebaut und eröffnete 1997 als Museum. Es beherbergt heute auf rund 1400 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf sechs Ebenen eine beeindruckende Sammlung historischer und zeitgenössischer Glasmalereien.

Die Sammlung des Museums reicht von mittelalterlichen Anfängen bis hin zur modernen Glaskunst. Zu den ausgestellten Künstlern zählen namhafte Persönlichkeiten wie Georg Meistermann, Otmar Alt, Brian Clarke und Markus Lüpertz. Ein besonderes Highlight ist die vollständig eingerichtete Werkstatt im Erdgeschoss, in der Besucherinnen und Besucher die komplette Herstellung eines Glasmalereibildes hautnah miterleben können. Die Exponate und wechselnden Sonderausstellungen verdeutlichen die Entwicklung und Vielfalt dieser kunsthandwerklichen Tradition.

Das Museum versteht sich nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als Ort der aktiven Kunstvermittlung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Konzerten, Lesungen und Vorträgen ergänzt das Angebot. Die hauseigene Museumswerkstatt lädt zur praktischen Auseinandersetzung mit der Glasmalerei ein. Schulen und Kindergärten können individuelle Programme aus verschiedenen Bausteinen zusammenstellen, um den Besuch besonders lehrreich und erlebnisreich zu gestalten.

Die Idee des Museums entstand in Anlehnung an die lange Tradition der Glasmalerei in Linnich, insbesondere durch die älteste deutsche Glasmalerei-Werkstatt, die Firma Heinrich Oidtmann, welche dem Museum einen bedeutenden Sammlungsgrundstock stiftete. Träger des Museums sind die Stadt Linnich sowie die ortsansässige Firma SIG Combibloc. Seit Anfang 2019 wird das Museum von Luzia Schlösser geleitet, die auch das Burgenmuseum Nideggen führt. Mit seinem architektonischen Reiz und der innovativen Nutzung des historischen Gebäudes wurde das Museum zudem für vorbildliche Baukultur ausgezeichnet.

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