St. Margareta
Highlights
- St. Margareta in Linnich ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche, erbaut 1953–1954 nach Plänen von Bertram und Lang.
- Die heutige Kirche entstand unter Einbeziehung der romanischen Südwand, die als Baudenkmal erhalten blieb.
- Seit 2026 ist St. Margareta keine eigenständige Pfarre mehr, sondern Teil der Großpfarre St. Josef/Linnich.
Tipps
- Besucher finden die Kirche St. Margareta in Kofferen, einem Stadtteil von Linnich, direkt am Ortskern gelegen.
- Die heutige Kirche wurde 1953/54 unter Einbeziehung erhaltener Teile der Vorgängerkirche errichtet.
- Innenräume zeigen moderne Ausstattung mit erhaltenen historischen Elementen wie Kreuzweg und alte Figuren.
Eigenschaften
Über St. Margareta
Die St. Margareta ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Kofforen, einem Stadtteil der Gemeinde Linnich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Die Kirche steht unter dem Patronat der hl. Margareta von Antiochia und gehört heute zur Pfarre St. Josef/Linnich innerhalb des Pastoralen Raums Linnich/Titz im Bistum Aachen. Das Gotteshaus wurde zwischen den Jahren 1953 und 1954 nach Entwürfen der Aachener Architekten Friedrich Wilhelm Bertram und Elmar Lang errichtet und am 15. Mai 1954 feierlich geweiht.
Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im frühen Mittelalter soll es in Kofforen eine Kapelle gegeben haben, wenngleich dies nicht zweifelsfrei belegt ist. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden mehrere Bauabschnitte: eine romanische Steinkirche aus dem 10. Jahrhundert wurde im 12. Jahrhundert erweitert, im 15. Jahrhundert folgte ein gotischer Chor. In den Jahren 1926 bis 1927 wurde der Kirchbau nach Westen erweitert und ein neuer Glockenturm errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude 1944 beschädigt und 1945 gesprengt, wobei es fast vollständig zerstört wurde. Lediglich Teile der romanischen Südwand blieben erhalten und sind heute als Baudenkmal unter der Nummer 39 in der Liste der Baudenkmäler der Gemeinde Linnich verzeichnet.
Die heutige Kirche wurde unter Einbeziehung der erhaltenen Südwand neu errichtet. Die Architektur des Neubaus spiegelt den Stil der 1950er Jahre wider und integriert zugleich Elemente der Vorgängerbauten. Die Innenausstattung ist überwiegend modern gehalten, dennoch finden sich einige historische Elemente wie alte Figuren und ein alter Kreuzweg. Die kunstvollen Kirchenfenster stammen aus verschiedenen Epochen und Schaffensphasen: Die Hauptfenster wurden 1965 vom Künstler Ernst Jansen-Winkeln entworfen. In der romanischen Südwand befinden sich Fenster von Halla Haraldsdottir und einem unbekannten Künstler, die 1997 eingesetzt wurden. Die Chorfenster entstanden 1995 durch Fritz Oidtmann, der auch an den Fenstern der Südwand beteiligt war.
Die Orgel der Kirche wurde von der Orgelbauanstalt Karl Bach aus Aachen erbaut und verfügt über 11 Register. Sie ist mit modernen Spielhilfen wie freier Kombination, Piano und Tutti ausgestattet sowie durch Koppeln zwischen den Manualen und Pedal verbunden. Die Kirche spielte über Jahrzehnte eine zentrale Rolle im kirchlichen Leben der Region. Kofforen war von 1953 bis zur Auflösung der eigenständigen Pfarre am 1. Januar 2026 eine eigene Pfarrei. Seitdem ist St. Margareta eine Nebenpfarrkirche innerhalb der Großpfarre St. Josef/Linnich.
Über die Jahrzehnte hinweg wirkten zahlreiche Pfarrer in der Gemeinde, darunter Wilhelm Knott, der von 1936 bis 1959 das geistliche Amt versah, sowie Josef Sieben, Joseph Küppers, Heinrich Joussen, Horst Heinen und zuletzt Stefan Bäuerle, der bis zur Auflösung der Pfarre 2025 im Amt war. Die St. Margareta steht weiterhin als Ort der Andacht und als Zeugnis der regionalen Kirchengeschichte im Mittelpunkt des Gemeindelebens von Kofforen.