Denkmal/Gedenkstätte

Synagoge Lippstadt

Stiftstraße 7, 59555 Lippstadt

Highlights

  • Die 1852 erbaute Synagoge Lippstadt ist ein bedeutendes Zeugnis jüdischer Geschichte der Stadt.
  • Seit 2021 beherbergt der Ort permanente Kunstwerke und dient als Kulturraum für Gedenken und Begegnung.

Tipps

  • Der Besuch der ehemaligen Synagoge ermöglicht einen Einblick in die jüdische Geschichte der Stadt und die Entwicklung des Ortes seit dem 19. Jahrhundert.
  • Im Kulturraum Synagoge Lippstadt werden permanente künstlerische Installationen ausgestellt, die den Raum als Ort der Erinnerung und des Austauschs bereichern.
  • Der Garten mit historischem Gartenhaus bietet zusätzliche Räume für Ausstellungen und Veranstaltungen, die die Verbindung von Geschichte und Gegenwart aufzeigen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Synagoge Lippstadt – Kulturdenkmal in Lippstadt

Die Synagoge Lippstadt ist ein bedeutendes historisches Zeugnis der jüdischen Geschichte der Stadt und ein zentraler Ort für Kultur, Gedenken und Begegnung. Das Gebäude wurde im Jahr 1852 errichtet und stand über Jahrzehnte als stummes Denkmal für die einst lebendige jüdische Gemeinde Lippstadts. Nach der Zerstörung während der nationalsozialistischen Zeit blieb die Ruine zunächst verfallen, bevor sie in den 1950er Jahren von Nachbarn aufgekauft und zu einer Werkstatt und einem Lager umgebaut wurde.

Trotz ihres kulturellen Erbes geriet die Synagoge lange in Vergessenheit, bis sie Ende der 1980er Jahre unter Denkmalschutz gestellt wurde. Erst im Jahr 2020 initiierten engagierte Bürgerinnen und Bürger die Wiederbelebung des Ortes. Seit 2022 existiert der „Kulturraum Synagoge Lippstadt e.V.“, der sich die Aufgabe gestellt hat, das Gebäude, den angrenzenden Garten und das historische Gartenhaus zu einem lebendigen Raum zu entwickeln. Der Verein verbindet so Geschichte mit zeitgenössischer Kultur und schafft Raum für Erinnerungskultur.

Seit 2021 ist die Synagoge ein Ort für zeitgenössische Kunst. Permanente künstlerische Arbeiten, angekaufte oder gestiftete Werke, bereichern den Raum und machen ihn zu einem Ort der Reflexion und des Dialogs. Gleichzeitig bleibt die Geschichte der jüdischen Gemeinde Lippstadt präsent – ein Ort, der an die Vergangenheit erinnert und gleichzeitig Raum für neue Begegnungen bietet. Der Kulturraum verbindet so Geschichte mit lebendiger Gegenwart und lädt Besucher ein, sich mit der lokalen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.

Die ehemalige Synagoge ist damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein lebendiger Ort für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und Bildungsarbeit. Sie zeigt, wie aus einem fast vergessenen Ort ein Raum für Begegnung und Aufklärung entstehen kann – ein Beispiel dafür, wie Geschichte aktiv gestaltet und weitergedacht wird. Der Kulturraum Synagoge Lippstadt steht damit für die Bedeutung von Erinnerung und die Kraft des gemeinsamen Engagements.

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